AG Hoffmann: Abteilung für Glaukomerkrankungen, Deutsches Kinder Glaukomzentrum

Leitung

Angeborene und kindliche Glaukome

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG Ho 3277/7-1)

Das angeborene Glaukom führt unbehandelt zur Erblindung. Die Ursache ist ein erhöhter Augeninnendruck aufgrund einer Fehlentwicklung des Abflusswegs des Kammerwassers. Eltern können oft frühzeitig Anzeichen wie eine Vergrößerung von Augapfel und Hornhaut (Buphthalmus), begleitet von einer Trübung der Hornhaut, erhöhter Lichtempfindlichkeit und Epiphora bemerken. Die meisten Fälle eines angeborenen Glaukoms werden chirurgisch behandelt. Die Trabekulotomie, bei der der Schlemm-Kanal eröffnet wird, ist der am häufigsten durchgeführte Eingriff.

Das gefördert DFG Projekt ist eine prospektive, randomisierte, kontrollierte und multizentrische Untersuchung, in der die mikrokathetergestützte Trabekulotomie (MCAT) mit der konventionellen Trabekulotomie (TO) verglichen wird. Der neuartige Aspekt der geplanten Studie besteht darin, dass es sich um die erste prospektive europäische Untersuchung mit einer ausreichend großen Patientenzahl und einem breiten Altersspektrum von der Geburt bis zum zwölften Lebensjahr handelt. Sie stellt einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Erblindung dar, indem sie die wirksamsten chirurgischen Verfahren zur Behandlung des kindlichen Glaukoms identifiziert.

 

Mitarbeiter:

 

Univ.-Prof. Dr. Esther M. Hoffmann

Principle Investigator

Leitung Abteilung für Glaukomerkrankungen

Leitung Deutsches Kinder Glaukomzentrum

Kontakt: ehoffman@uni-mainz.de

 

Univ.-Prof. Dr. Alexander G. Schuster

Leitung ambulantes Zentrum für Kataraktchirurgie

Leitung GHS

 

Dr. Julia V. Stingl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

PD Dr. Jasmin Rezapour

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

PD Dr. Julia Prinz

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Dr. Anna Maria Welzel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Dr. Simon König

Wissenschaftliche Mitarbeiter

 

Dr. Irene Schmidtmann

Biometrie und Statistik, IMBEI

 

Dr. Markus Schepers,

Statistik, IMBEI

 

Dr. Anne Ehrlich

IZKS

 

Dr. rer. nat. Silke Warnke, IZKS

Leitung Regulatory Affairs

 

Dr. med. Tanja Nickolay, IZKS

Safety Management

 

Anne Crombe,

Safety management, IZKS

 

Mechthild Brück, Augenklinik

Studienkoordinatorin/Study nurse

 

Annette Laupert

Monitoring IZKS

Klinische Forschung Katarakt und Glaukomchirurgie

Medizinische Doktoranden:

Elena Unger: Ergebnisse der Behandlung des kindlichen Glaukoms im Deutschen Kinder Glaukomzentrum (Kontakt: elunger@students.uni-mainz.de)

Destina Dilara Beyaz: Immunologische und proteomische Kammerwasserveränderungen beim primären Offenwinkelglaukom (Kontakt: dbeyaz@students.uni-mainz.de)

Selma Khalil: Proteomics bei Kataraktpatienten im Vergleich zu Glaukompatienten und Patienten mit erhöhtem Risiko für ein Glaukom (Kontakt: sekhalil@students.uni-mainz.de)

Michelle Götz: Vergleich von 360° Trabekulotomie mit der GATT Methode beim kindlichen Glaukom in Deutschland und der Türkei (Kontakt: mgoetz03@students.uni-mainz.de)

Franziska Harzer: Funktionelles Outcome und orthoptischer Status nach Glaukomoperation bei kindlichen Glaukomen

Grundlagenforschung zur Immunologie des Auges

Maximilian Braun: bmaximil@students.uni-mainz.de

 

Das Glaukom („Grüner Star”) ist die weltweit häufigste Ursache für irreversible Erblindung und zeichnet sich durch einen fortschreitenden Verlust von Netzhautganglienzellen aus. Der Hauptrisikofaktor für die Glaukomerkrankung ist ein erhöhter Augeninnendruck. Da der Sehverlust jedoch auch bei normalem Druck auftreten oder trotz erfolgreicher Drucksenkung fortschreiten kann, wird vermutet, dass zusätzliche pathophysiologische Faktoren an der Erkrankung beteiligt sind. Aktuelle Erkenntnisse weisen hierbei auf eine bedeutende autoimmune Komponente hin.

 

In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir die zellulären Prozesse, die durch einen erhöhten Augeninnendruck in Gang gesetzt werden und chronisch fortlaufen. Im Fokus steht dabei das Zusammenspiel zwischen eingewanderten Zellen des Immunsystems (CD4+ T-Zellen) und den residenten Immunzellen der Netzhaut (Mikroglia). Ein zentraler Ansatzpunkt ist, dass zelluläre Stressproteine (HSPs) eine Entzündungskaskade aktivieren, bei der Mikroglia und T-Zellen interagieren und schädigende Faktoren freisetzen, die letztlich das Absterben der Ganglienzellen antreiben. Um diese komplexen Interaktionen und zellulären Wanderungsbewegungen im Detail zu analysieren, nutzen wir sowohl In-vivo-Modelle als auch ein innovatives „Organ-on-Chip“-Mikrofluidik-Modell. Unser Ziel ist es, diese immunvermittelten Mechanismen des Glaukoms besser zu verstehen, um langfristig neue therapeutische Ansätze zum Schutz des Sehvermögens zu identifizieren.

 

Kooperationspartner:

Assoc. Prof. Lucy Q. Shen, MD (MEEI Harvard Medical School)

Assoc. Prof. Dong Feng Chen, MD, PhD (MEEI Harvard Medical School)

Glaukomforschung in Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kaja Amling: Messung der retinalen Zirkulation mittels optischer Kohärenztomographie und Angio OCT als möglichen diagnostischen Parameter bei Patienten mit Normaldruckglaukom, gesunden Kontrollen und Post-Covid Patienten nach körperlicher Belastung (Kontakt: kamling@students.uni-mainz.de)

 

Kooperationspartner:

Prof. Dr.med. Dr. rer.nat. Perikles Simon

Abteilung für Sportmedizin Prävention und Rehabilitation