Arbeitspaket 4 Bestimmung der individuellen Herzdosis nach Bestrahlung
In der Vorläuferstudie (PASSOS) wurde für eine Stichprobe von ca. 800 Patientinnen der Universitätskliniken Mainz und Ulm die individuelle Herzdosis exakt bestimmt – sowohl für das Herz insgesamt als auch für funktionelle Teilstrukturen wie etwa die Aortenklappe. In den 16 kooperierenden unabhängigen Brustzentren wurde zwar die Mehrheit der gesamten Kohorte rekrutiert (ca. 6.000 mit Radiotherapie), aber aus organisatorischen Gründen wurde für diese Personen in der Vorläuferstudie keine exakte Dosimetrie durchgeführt. In der ESKaRa-Studie werden nun auch für Patientinnen der Brustzentren CT-Datensätze und Bestrahlungspläne nach Mainz transferiert und dosimetrisch ausgewertet. Das Datenschutzkonzept der ESKaRa-Studie stellt dabei sicher, dass keine personenidentifizierenden Patientendaten übermittelt werden.
AP4 ist als eingebettete Fall-Kontroll-Studie konzipiert. Fälle sind Patientinnen, für die im Rahmen des ersten Fragebogensurveys (PASSOS) kardiale Ereignisse nach RT ermittelt wurden, oder für die eine kardiale Todesursache bestätigt wurde. Für Fallpersonen und für Kontrollpersonen (ohne kardiale Erkrankungen nach Radiotherapie) wird die Herzdosis individuell auf Basis der Bestrahlungsplanung bestimmt – sowohl für das Herz insgesamt als auch für relevante Teilstrukturen. Für Patientinnen, für die kardiale Ereignisse im Rahmen des zweiten Fragebogensurvey ESKaRa festgestellt werden, sowie für zugehörige Kontrollpersonen wird die Herzdosis geschätzt.
Ansprechpartner Mainz:
PD Dr. Daniel Wollschläger

wollschlaeger@uni-mainz.de
Heiko Karle

heiko.karle@unimedizin-mainz.de
Ansprechpartner Ulm:
Jona Renner

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum Ulm