Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Grundsätzlich können alle gesunden Personen ab 18 Jahren Blut spenden.
Erstspender: ab 18 Jahren
Altersbegrenzung: Keine Altersbegrenzung (ab dem 60. Lebensjahr überprüft der Spendearzt regelmäßig und individuell die Eignung zur Blutspende)
Mindestgewicht: 50 kg
- Personalausweis mitbringen. Falls kein Personalausweis vorhanden ist, können auch ein Reisepass zusammen mit einer Meldebescheinigung vorgelegt werden.
- Vor der Spende bitte eine nicht zu fettreiche Mahlzeit einnehmen
- viel Flüssigkeit trinken (kein Alkohol)
- 30-60 Minuten nach der (ersten) Spende wird die aktive Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr nicht empfohlen
Zu den Spendezeiten in der Transfusionszentrale: www.unimedizin-mainz.de/transfusionszentrale/blutspender/spendezeiten-kontakt
Zu den Blutspendeaußenterminen: www.unimedizin-mainz.de/transfusionszentrale/blutspender/blutspendetermine
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier: www.unimedizin-mainz.de/transfusionszentrale/blutspender/spendearten
Männer: 6 Mal pro Jahr
Die jährlich entnommene Blutmenge darf
- 2.000 ml (4 Blutspenden) bei Frauen und
- 3.000 ml (6 Blutspenden) bei Männer
Diese Abstände dienen der Sicherheit der Blutspender, und stellen sicher, dass das Blut der Spender vollständig nachgebildet werden kann. Es ist nicht zulässig Ausnahmen zuzulassen, auch nicht wenn es nur um wenige Tage geht.
- Messungen von rotem Blutfarbstoff (Hb)
- Temperaturmessung
- Viologische Untersuchen (Hepatitis B und C, HIV, Lues)
Der Blutspendevorgang ist absolut ungefährlich! Durch die Verwendung von sterilem Einweg-Entnahmematerial ist die Gefahr einer Infektion für den Spender (z. B. HIV) grundsätzlich ausgeschlossen. Regelmäßiges Blutspenden hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit des Blutspenders. Die ärztliche Beurteilung der Spendefähigkeit verbunden mit laborchemischen Untersuchungen bei jeder Spende sowie einmal jährlich ein erweiterter Gesundheits-Check schützen die Gesundheit des Spenders und können zur Früherkennung von Krankheiten beitragen.
Die folgenden Ereignisse können Ihre Spendetauglichkeit beeinflussen:
- Nach Schwangerschaft: 6 Monate
- Stillen: Keine Spende während der Stillzeit
- Tätowierung: 4 Monate
- OP-Vollnarkose: 4 Monate
- Darmspiegelung: 4 Monate
- Piercing: 4 Monate
- OP (örtl. Betäubung): 2 Monate
- Zahn-OP: 6 Wochen
- Zeckenimpfung (FSME-Impfung): 1 Tag
- Grippeimpfung: 1 Tag
- Tetanus-Impfung: 1 Tag
- Fieberhafte Erkrankungen: 4 Wochen
- Durchfallerkrankungen: 4 Wochen
- Lippenherpes: 4 Wochen nach Abheilung der Bläschen
Reiserückkehrer aus Gebieten mit Chikungunja-Virusübertragungen müssen 14 Tage nach dem Aufenthalt von Blutspenden zurückgestellt werden. Neben vielen tropischen Regionen gelten auch Regionen in Italien und Frankreich als Risikogebiete. Aktuelle Informationen zu Risikogebieten in Europa findet man auf den Internetseiten des ECDC .
Insbesondere in tropischen Ländern kommen gehäuft Infektionserkrankungen vor, die dazu führen dass man nach einer Reise in ein solches Endemiegebiet zeitlich von der Blutspende zurückgestellt werden muss.
So gelten z.B. folgende Rückstellungsfristen für Reiserückkehrer aus Regionen oder Ländern in denen folgende Infektionserkrankungen vorkommen:
- Malaria: 6 Monate
- Zika-Virus, Dengue-Virus: 4 Wochen
- Chikungunja-Virus: 2 Wochen
Die Regionen/Länder mit entsprechenden Virusübertragungen ändern sich häufig, so dass diese immer aktuell auf den einschlägigen Internetseiten (z.B. CDC, ECDC, Auswärtiges Amt) oder durch unsere Spendeärzte überprüft werden müssen.
Auch in Europa kommt es aufgrund der Klimaerwärmung zunehmend zu Endemien mit relevanten Erregern. So gelten z.B. derzeit Regionen in Italien und Frankreich als Risikogebiete für Chikungunja Infektionen. Aktuelle Informationen zu Risikogebieten in Europa findet man auf den Internetseiten des ECDC .
Dieser sogenannte "anonyme Selbstausschluss" hat zwei Funktionen:
- Spender sollen sich noch einmal bewusstmachen, dass ihr Blut anderen Menschen gegeben wird. Wenn es eine Möglichkeit gab, dass Spender sich in den letzten Wochen mit einer Infektionskrankheit (z. B. AIDS, Hepatitis, Syphilis) infiziert haben könnten, sollten sie den Selbstausschluss nutzen. Bis zu einige Wochen nach einer Neuansteckung können die Tests eine Virusinfektion bei einem Spender nicht nachweisen und ein Patient könnte infiziert werden.
- Personen, die unter einem Zwang zum Blutspenden stehen, erhalten so die Möglichkeit, Ihre Spende von der Verwendung auszuschließen. Ein solcher Zwang ist z. B. denkbar, wenn Gruppen zur Blutspende kommen (z. B. Vereine) und die Person der Gruppe nicht sagen möchte, dass oder wieso sie eigentlich nicht spenden darf.
Bei einer Blutspende werden ungefähr 500 ml Blut entnommen. Dieses Flüssigkeitsvolumen zusammen mit den Eiweißen im Blutplasma kann vom Körper in sehr kurzer Zeit kompensiert werden. Die verschiedenen Blutzellen in einer Blutspende werden sehr unterschiedlich schnell nachgebildet.
- Die weißen Blutzellen(Leukozyten) befinden sich nur zum Teil im Blut, so dass der Verlust durch eine Blutspende nicht relevant ist.
- Blutplättchen (Thrombozyten) werden innerhalb weniger Tage neu gebildet.
- Die roten Blutzellen (Erythrozyten) benötigen mit bis zu ca. 8 Wochen am längsten bis sie ersetzt sind.
Bei allen Blutzellen besitzt der Körper so große Reserven, dass es durch die Blutspende in der Regel zu keiner Beeinträchtigung des Spenders kommt. Die Mindestabstände zwischen den verschiedenen Blutspendearten sind so festgelegt, dass alle Blutbestandteile vor der nächsten Spende sicher wieder neugebildet wurden.
Darin sind folgende Angaben der Spenderin/des Spenders vermerkt:
- Blutgruppe
- Rhesus-Faktor
Da die verschiedenen Blutbestandteile sehr unterschiedlich haltbar sind, werden Sie nach einer Vollblutspende aufgetrennt in Erythrozytenkonzentrat (rote Blutzellen) und Plasma (Bluteiweiße).
- Erytrozytenkonzentrate sind bis zu 42 Tage verwendbar. In der Regel werden die Erythrozytenkonzentrte aber bereits nach wenigen Tagen transfundiert.
- Plasma wird tiefgefroren und kann dann bis zu 2 Jahren verwendet werden.
- Thrombozytenkonzentrate (Blutplättchen) sind aufgrund der kurzen Überlebenszeit der Zellen und aufgrund der erforderlichen Lagerbedingungen nur 4 Tage haltbar.
Häufig gestellte Fragen aufgrund von Covid-19
Wenn Sie bestimmte Symptome wie z.B. Fieber oder Durchfall hatten, dürfen Sie erst 4 Wochen danach wieder Blut spenden.