Visual Universitätsmedizin Mainz

Abgeschlossene Forschungsprojekte


1. Lebensqualität langzeitüberlebender Patienten mit malignem Melanom (MELA)


Projektleiter:

Univ.-Prof. Dr. M. E. Beutel
Univ.-Prof. Dr. M. Blettner

Projektmitarbeiter:
Dipl. Psych. B Imruck
PD Dr. S. Fischbeck
Dr. S Zeißig

Trotz der drastischen Zunahme sind die Auswirkungen einer Melanomerkrankung und der Behandlung auf die verschiedenen Dimensionen der Lebensqualität im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen noch wenig untersucht. Angesichts der insgesamt guten Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten, die an einem Malignen Melanom erkrankt sind, besteht dringlicher Forschungsbedarf, die Lebensqualität der Langzeitüberlebenden zu bestimmen. Die Studie zielte auf genaue Kenntnisse über die Auswirkungen der Erkrankung und Therapie auf die Lebensqualität, das Gesundheits- und Inanspruchnahmeverhalten und die Gewinnung von Ansatzpunkten zur langfristigen Verbesserung der Versorgungsqualität und gesundheitlichen Situation von Patienten mit Malignem Melanom.
Von den zwischen 2000 und 2005 gemeldeten Melanom-Patienten des Krebsregisters Rheinland-Pfalz konnten 689 Patienten im Mittel 8.4 Jahre nach ihrer Diagnose eingeschlossen werden. Insgesamt erzielten Teilnehmer eine gute globale Lebensqualität, es bestanden aber auch Einschränkungen spezifischer Funktionen und erhöhter Distress.

Laufzeit:
2010-2013

Förderung:
Deutsche Krebshilfe

Publikationen:

Beutel, M. E., Fischbeck, S., Binder, H., Blettner, M., Brähler, E., Emrich, K., ... & Zeissig, S. R. (2015). Depression, anxiety and quality of life in long-term survivors of malignant melanoma: A register-based cohort study. PloS one, 10(1), e0116440.

Fischbeck, S., Imruck, B. H., Blettner, M., Weyer, V., Binder, H., Zeissig, S. R., ... & Beutel, M. E. (2015). Psychosocial care needs of melanoma survivors: Are they being met? PloS one, 10(8), e0132754.

2. Wirksamkeit psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie depressiver Erkrankungen bei Brustkrebspatientinnen

Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen bei Brustkrebspatientinnen. Ziel dieser Studie war es die Wirksamkeit einer manualisierten psychodynamischen Kurzzeitpsychotherapie auf die depressive Symptomatik und Lebensqualität bei brustkrebserkrankten Frauen mit komorbider Depression zu untersuchen. In unserer Studie wurden an den beiden Studienzentren der Universitätskliniken in Mainz und in Leipzig insgesamt 5.989 Brustkrebspatientinnen kontaktiert. Bei 1.306 Patientinnen mit zutreffenden Einschlusskriterien und Einverständnis zur Studienteilnahme (Alter 18 bis 70 Jahre) wurde mittels eines Screening-Fragebogens und eines strukturierten klinischen Interviews geprüft, ob eine depressive Begleiterkrankung vorlag. Patientinnen wurden per Zufall entweder der Interventionsgruppe (mit Durchführung der psychodynamischen Kurzzeittherapie) oder der Kontrollgruppe (Nachsorge wie üblich, z.B. Information an den Hausarzt) zugeordnet. Hauptzielkriterium einer erfolgreichen Therapie war die Rückbildung der Depression am Ende der Behandlung und die Reduktion des Depressivitätswertes im Fragebogen um 2 Punkte. Als weitere Kennwerte zur Abschätzung des Therapieerfolges wurden Daten zur Lebensqualität, Ergebnisse zum Zusammenhang bestimmter Persönlichkeitsmerkmale mit dem Therapieerfolg sowie Langzeiteffekte untersucht.

In die Studie wurden insgesamt 157 depressive Patientinnen mit nicht metastasiertem Brustkrebs eingeschlossen. Die Patientinnen waren durchschnittlich 52 Jahre alt und befanden sich noch in onkologischer Behandlung (Strahlen- Hormon-, Chemotherapie) bzw. hatten diese abgeschlossen. Teilnehmer der Interventionsgruppe erzielten nach Therapieende doppelt so häufig (44%) eine Rückbildung der Depression wie Teilnehmer der Kontrollgruppe (23%). Zusätzlich berichteten die Patientinnen in der Interventionsgruppe nach Behandlungsende einen signifikant geringeren Depressivitätswert als in der Kontrollgruppe. Außerdem hatte sich zu Behandlungsende die Lebensqualität der Patientinnen der Interventionsgruppe signifikant stärker verbessert. Deutliche Verbesserungen waren auch in Bezug auf Fatigue festzustellen (Weißflog et al. 2015).

Laufzeit:
2007-2012

Förderung:
Deutsche Krebshilfe

Publikationen:

Beutel, M. E., Weissflog, G., Leuteritz, K., Wiltink, J., Haselbacher, A., Ruckes, C., . . . Brähler, E. (2014). Efficacy of short-term psychodynamic psychotherapy (STPP) with depressed breast cancer patients: results of a randomized controlled multicenter trial. Annals of Oncology, 25(2), 378-384.

Beutel, M. E., Barthel, Y., Haselbacher, A., Leuteritz, K., Zwerenz , R., Imruck, B. H., . . . Brähler, E. (2015). Depressive Störungen bei Krebserkrankungen. Psychodynamische supportiv-expressive Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Weißflog, G., Brähler, E., Leuteritz, K., Barthel, Y., Kuhnt, S., Wiltink, J., . . . Beutel, M. (2015). Does psychodynamic short-term psychotherapy for depressed breast cancer patients also improve fatigue? Results from a randomized controlled trial. Breast Cancer Res Treat, 152(3), 581-588.

Zwerenz, R., Beutel, M. E., Imruck, B. H., Wiltink, J., Haselbacher, A., Ruckes, C., . . . Brähler, E. (2012). Efficacy of psychodynamic short-term psychotherapy for depressed breast cancer patients: study protocol for a randomized controlled trial. BMC Cancer, 12(1), 578.

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