Visual Universitätsmedizin Mainz

SARS-CoV-2 Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen


Kurzbeschreibung:

Im März 2020 mussten weltweit 1,5 Mrd. Schüler*innen sowie deren Lehrkräfte infolge von Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 den Schulen fernbleiben. Im Zuge dieser Pandemie erfolgte im März 2020 auch in Deutschland eine Schließung der Schulen, mit dem Ziel das Infektionsgeschehen positiv zu beeinflussen. Dies geschah mit weitreichenden Folgen nicht nur für die Bildung der Schüler*innen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Unbestritten ist, dass Lehrkräfte beim Unterrichten unter pandemischen Bedingungen an den Schulen mit besonderen, SARS-CoV-2- spezifischen Belastungen, Beanspruchungen und Herausforderungen konfrontiert werden.

Zum Erkenntnisgewinn über den aktuellen Stand sowie die Folgen eines Unterrichtens während der durch die SARS-CoV-2 Pandemie herbeigeführten Bedingungen wird das durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) geförderte Projekt „SARS-CoV-2 Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen“ durchgeführt. Es sollen zum einen deutschlandweit das Infektionsgeschehen an Schulen dokumentiert und zum anderen möglichst viele Lehrkräfte mit einem Onlinefragebogen sowie qualitativen Befragungsmethoden untersucht werden. Von wissenschaftlichem Interesse ist dabei u. a., welche besonderen Belastungen, Beanspruchungen und Herausforderungen wahrgenommen werden, wie Hygienepläne in Maßnahmen umgesetzt werden, wo Schwierigkeiten auftreten und welche Maßnahmen (warum) gut funktionieren. Beispiele guter Lösungen sollen erfasst und verdichtet und aus den so gewonnenen Informationen Empfehlungen für Schulen und Lehrkräfte abgeleitet werden.

Im März 2021 wurden bundesweit über 30.000 Lehrkräfte online zu verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 befragt. Als Überblick sind nachfolgend die übergeordneten Themenbereiche der Online-Befragung zusammengefasst: 

  1. Soziodemografie und Angaben zum Arbeitsplatz
  2. Identifizierung von SARS-CoV-2-spezifischen Belastungen und Herausforderungen an Schulen für Lehrkräfte
  3. Umsetzung, Kommunikation und Einhaltung von Hygienerichtlinien/-plänen, sowohl allgemein als auch schulisch
  4. Auswirkungen des Schulbetriebs während der SARS-CoV-2-Pandemie auf Lehrkräfte
  5. Sammlung von gelungenen Beispielen und Ableitung von Empfehlungen für Schulen

Ergänzend zu der Online-Befragung, wurden im Juni 2021 Fokusgruppen-Befragungen mit Lehrkräften aus zwei Bundesländern durchgeführt (Rheinland-Pfalz & Hamburg). Die Durchführung der Fokusgruppen fand pandemiebedingt ebenfalls online statt.

Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Interesse und ihre Bereitschaft, das Forschungsprojekt zu unterstützen!

Im Rahmen der Studie wurden zudem 2.000,00 € an das Projekt „Corona-Nothilfe-Pakete“ des Deutschen Kinderhilfswerk e.V. gespendet. Das Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz hatte den Betrag im Vorfeld für den Fall einer hohen Beteiligung an der Befragung ausgelobt.

Erste Studienergebnisse enthält das BAuA-Faktenblatt „SARS-CoV-2 Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen – Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung von Lehrkräften“, welches unter dem nachfolgenden Link abrufbar: www.baua.de/dok/8862070

Projektleitung: PD Dr. phil. Dipl.-Sportwiss. Pavel Dietz

Laufzeit: 01/2021 – 12/2021