Visual Universitätsmedizin Mainz

15. Februar 2011

2. Mainzer ADHS-Symposium: ADHS im Erwachsenenalter

Symposium der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Mainz und der Rheinhessen-Fachklinik Mainz befasst sich am 19. Februar 2011 mit dem Verlauf von Aufmerksamkeitsstörungen ins Erwachsenenalter

„ADHS im Erwachsenenalter“: Unter diesem Leitthema steht das 2. Mainzer ADHS-Symposium, welches die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit der Rheinhessen-Fachklinik Mainz veranstaltet. Es findet statt am Samstag, den 19. Februar 2011, von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Neben verschiedenen Experten-Vorträgen aus Praxis und Forschung im Bereich der Aufmerksamkeits-Defizit/-Hyperaktivitätsstörung können die Teilnehmer an interessanten Workshops teilnehmen und Kontakt mit Experten und Betroffenen aufnehmen. Auch in diesem Jahr wird der Verein ADS-Mainz e.V. wieder mit einem Infostand vor Ort vertreten sein. Die Teilnahme am Symposium ist kostenpflichtig. Für den Vortragsblock von 10.00 bis 12.30 Uhr beträgt der Beitrag 15 Euro, die Teilnahme an einem Workshop zwischen 13.30 und 16.30 Uhr kostet 25 Euro. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl ist für die Workshops eine Anmeldung erforderlich, zur besseren Disposition bitten die Veranstalter auch bei den Vorträgen um Anmeldung (bei Markus Homberg, E-Mail: markus.homberg@unimedizin-mainz.de, Tel. 0157 / 82 20 16 62). Kurzentschlossene können sich auch vor Ort anmelden, falls noch Plätze vorhanden sind. Veranstaltungsort für den Vortragsblock ist der Hörsaal des Gebäudes 708 der Universitätsmedizin, die Workshops finden in Seminarräumen der Gebäude 102 und 911 statt (Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz).

Während die Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter eine mittlerweile weithin akzeptiert und in ihren Auswirkungen auf die Entwicklung der Betroffenen gut untersuchte Erkrankung ist, gibt es bezüglich dieser Diagnose für das Erwachsenenalter noch große Vorbehalte. Ein möglicher Grund ist, dass manche Symptome wie beispielsweise die Hyperaktivität im Erwachsenenalter nicht mehr direkt sichtbar ist, sondern häufig einer inneren Unruhe weicht. Die Impulsivität und insbesondere die mangelnde Konzentrationsfähigkeit der Betroffenen bleiben allerdings häufig erhalten und führen gerade im Erwachsenenalter zu massiven Problemen in der Partnerschaft, der Familie und im Beruf.

„Man geht davon aus, dass 30 bis 70 Prozent der betroffenen Jugendlichen die Störung bis ins Erwachsenenalter beibehalten. Es ist daher an der Zeit, in enger Kooperation mit der Erwachsenenpsychiatrie, Patienten mit ADHS auch beim Übergang ins Erwachsenenalter adäquate Diagnose- und Therapieangebote zu machen“, so Prof. Dr. Michael Huss, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und Chefarzt der neuen Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Rheinhessen-Fachklinik Mainz. „Aus diesem Grund haben wir für das diesjährige Symposium das Leitthema ‚ADHS im Erwachsenenalter gewählt und praxiserfahrene Experten aus verschiedenen Berufsgruppen als Referenten eingeladen.“

Ein ausführliches Programm finden Sie unter: www.unimedizin-mainz.de/kinderpsychiatrie/veranstaltungen-lehre/mainzer-adhs-symposium.html

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Huss
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Rheinhessen-Fachklinik Mainz, Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Telefon: 06131 – 17 3281; E-Mail: michael.huss@unimedizin-mainz.de