Visual Universitätsmedizin Mainz
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#stayathome – Strategien zur Stressreduktion für Eltern in der Corona-Pandemie

Projektbeschreibung: Im Zuge der Corona-Pandemie stehen insbesondere Familien mit Kita- und schulpflichtigen Kindern unter einer erheblichen Stressbelastung, da die Eltern neben der Arbeitstätigkeit auch vollumfänglich die Betreuung und den Lernfortschritt der Kinder sicherstellen sollen. Zur Entlastung der Eltern wurden zwei kurze psychologische Interventionen zur Emotionsregulation an die Anforderungen der Einschränkungen adaptiert und in einer randomisiert-kontrollierten Online Studie getestet. Die beiden Interventionen, Cognitive Reappraisal und Self-Compassion, sind Standard-Techniken in der Psychotherapie und wurden konsistent als wirksame Strategien für eine Abschwächung negativer Emotionen und des Stresserlebens in verschiedenen Stichproben bestätigt (z.B. Diedrich et al., 2016; Ehret et al., 2018). Die gesamte einwöchige Studie einschließlich der Interventionen über Videosequenzen wurde online zur Verfügung gestellt, so dass eine Studienteilnahme unter Einhaltung der gegenwärtigen Ausgangs- und Versammlungseinschränkungen ermöglicht wurde. Als primäre Zielparameter wurde das persönliche Stresserleben der Eltern sowie das elterliche Stresserleben erhoben.

Projektleiter: Dr. Dipl.-Psych. David Kolar, Dipl.-Psych. Hanna Preuss

Kooperationspartner: Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters an der Psychologischen Fakultät der Universität Wien (Prof. Dr. Martina Zemp)

Finanzierung: Eigenmittel

Projektlaufzeit: 2020 - 2021

Ansprechpartner:  Dipl.-Psych. Hanna Preuss

Walking together - Gruppenintervention für Eltern während der Wartezeit

Walking together – Gruppenintervention für Eltern während der Wartezeit

Projektbeschreibung: Eltern stellen eine wichtige Ressource im Gesundungsprozess von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen dar (Li et al., 2021). Sie können als „Agenten der Veränderung“ ihrer Kinder angesehen werden (Faith et al., 2012). Eine Steigerung des elterlichen Selbstwirksamkeitserlebens und der elterlichen Veränderungsbereitschaft mittels elternbezogener Interventionen (abgestimmt auf die individuelle Veränderungsstufe) versprechen demnach eine höhere Wirksamkeit der begleitenden Elternarbeit im Vergleich zu pauschal handlungsorientierten Elterninterventionen. Eltern fühlen sich möglicherweise besser verstanden und validiert in ihrem emotionalen Erleben, wenn mit ihnen frühzeitig ihre aktuelle Veränderungsstufe reflektiert wird. Die angebotenen Interventionen zur Erlangung einer höheren Veränderungsstufe sollen Spielraum für die individuelle Ausgestaltung durch die Eltern lassen. Demzufolge könnte eine motivationsorientierte Elternintervention bereits in der Wartezeit auf den ambulanten Therapieplatz ihrer Kinder eine bestmögliche Unterstützung des Gesundungsprozesses der Kinder fördern. Die Gruppenintervention wird für Sorgeberechtigte von Kindern und Jugendlichen mit einer psychischen Störung angeboten, die sich in der Wartezeit auf eine ambulante Psychotherapie in der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befinden.

Projektleiter: Dr. Dipl.-Psych. Hanna Preuss, Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Kooperationspartner: Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Jun.-Prof. Dr. Stefanie Jungmann, Dr. Dipl.-Psych. Anke Sonnenschein)

Finanzierung: Eigenmittel

Projektlaufzeit: 2022 - laufend

Ansprechpartner:  Dr.  Dipl.-Psych. Hanna Preuss