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AG Molekulare Tumorbiologie

In der AG Molekulare Tumorbiologie werden die im Kopf Hals-Bereich vorkommenden Tumoren wissenschaftlich bearbeitet. Die häufigste Entität sind die Plattenepihelkarzinome (squamous cell carcinoma - SCC). Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Fragen nach dem Einfluss und Regulation der Tumorneoangiogenese auf Tumorwachstum und Strahlenresistenz, sowie mögliche innovative therapeutische Angriffspunkte. Die Neoangiogenese ist ein Schlüsselereignis der Tumorprogression. Oberhalb einer Größe von 1 mm3 reicht die Versorgung über Diffusion mit Nährstoffen nicht mehr aus, sodass der Tumor Wachstumsfaktoren wie z.B. VEGF (vascular endothelial growth factor) sezerniert. VEGF bewirkt dann das Aussprossen von Kapillaren in Richtung Tumor, sodass dieser dann wieder versorgte Tumor weiterwachsen kann. Tumorangiogenese und Strahlenresistenz stehen in Zusammenhang. Gefäße sind notwendig, um den Tumor zu versorgen; gleichzeitig reagieren die Gefäße empfindlich auf Bestrahlung. Gelingt es die Gefäße zu zerstören, so wird auch der Tumor geschädigt. Der bestrahlte Tumor versucht sich folglich durch die Freisetzung von Gefäßwachstumsfaktoren (Angiogenesefaktoren) nach Bestrahlung vor den Folgen der Bestrahlung zu schützen. Die beteiligten Signalwege und Mechanismen untersuchen wir, um Ansatzpunkte für eine Therapie zu finden. Neben diesen onkologischen Fragestellungen bearbeiten wir materialwissenschaftlich und nanotoxikologisch orientierte Projekte. Nanopartikel gelangen in die Umwelt, da sie in Abgasen, Abrieben aller Art, Kosmetika, Farben und sogar Lebensmitteln häufig vorkommen. Andererseits haben spezifisch hergestellte Nanopartikel ein großes Potential zum Einsatz in der Medizin, z.B. als Kontrastmittel oder drug-carrier. Wir untersuchen daher in Zusammenarbeit mit der Anorganischen Chemie, dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung, der MKG und weiteren Instituten Grundlagen und Mechanismen der (Geno-)Toxizität metallischer Nanopartikel. Möglicherweise lassen diese sich sogar als Adjuvantien in der onkologischen Therapie einsetzen. Weiterhin können Oberflächen durch biomimetische Substanzen so modifiziert werden, dass diese gewünschte Eigenschaften annehmen, was zu einer verbesserten Biokompatibilität von Implantaten beitragen kann. Wir versuchen, Implantate durch gezielte Oberflächenmodifikation biokompatibler zu machen und so eine optimierte Gewebe-Implantat-Homöostase herzustellen.


Weitere Informationen:

Im HNO-Labor werden Master- und Bachelorprojekte an Biologen (und verwandte Fächer) sowie (Promotions-) Arbeiten an Medizinstudenten vergeben. Wir bieten anspruchsvolle, experimentelle Arbeiten in allen Arbeitsgruppen an. Eine gründliche Einarbeitung, ein klar umrissenes Projekt und eine enge Betreuung ist sicher gestellt. Sollten Sie an der Durchführung eines Projektes interessiert sein, so mailen Sie bitte Ihre Kurzbewerbung, bestehend aus Zeugnissen sowie einem Motivationsschreiben, direkt an die unter „Kontakt“ angegebenen jeweiligen Ansprechpartner.

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Kontakt

Prof. Dr. phil. nat. Jürgen Brieger
Laborleiter Molekulare Tumorbiologie
Universitätsmedizin Mainz
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www.unimedizin-mainz.de/hno
fon +49 (0) 6131 17-3354
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Email:   Prof. Brieger