Informationen zu Essanfällen und impulsivem Essen
Vielleicht hast du schon mal von „Binge-Eating“ gehört. Binge Eating meint, dass jemand in kurzer Zeit große Mengen oder anders als normalerweise isst, und dabei das Gefühl hat, keine Kontrolle mehr über das Essen zu haben. Manche Menschen nennen das „Essanfall“. Unter Binge-Spektrum-Essstörungen sind verschiedene Essprobleme gemeint, bei denen immer wieder Essanfälle auftreten. Oft sind Essanfälle mit starken Gefühlen wie Scham, Schuld oder innerer Leere verbunden. Manche Menschen haben ab und zu solche Essanfälle, andere häufiger. Im Anschluss an einen Essanfall kann eine große Angst davor bestehen, Gewicht zuzunehmen und man kann sich sehr unwohl oder sogar fremd im eigenen Körper fühlen.
Warum passiert das?
Meist ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Mögliche Gründe können sein:
- Diäten, z.B. indem man Mahlzeiten auslässt, sich bestimmte Nahrungsmittel verbietet zu essen oder eine bestimmte Kaloriengrenze einhält. Wer sich beim Essen stark einschränkt, spürt oft mehr Hunger und hat noch mehr Lust auf Essen.
- Stress
- Konflikte mit Freund:innen, Klassenkamerad:innen oder Eltern
- Negative Gefühle wie Angst, Einsamkeit, Traurigkeit und Wut
- Langeweile oder innere Leere
- Selbstzweifel und Selbstvorwürfe
- Scham, Ekel oder Hass für den eigenen Körper
- Genetische Faktoren oder eine familiäre Vorgeschichte
Treten Essanfälle auf, leidet man stark unter den Essanfällen und spürt man deutliche Auswirkungen in seinem Alltag, könnte eine Binge-Eating-Störung vorliegen.
Kommen Gegenmaßnahmen hinzu, also indem das Essen wieder erbrochen, direkt Sport getrieben oder Entwässerungsmittel (Diuretika) oder Abführmittel (Laxanzien) eingenommen werden, könnte eine Bulimia nervosa vorliegen. Man ist dabei nicht untergewichtig wie bei einer Magersucht (Anorexia nervosa).
Hier findest du in Kürze viele Informationen zu Essanfällen und Binge-Spektrum-Essstörungen.