Visual Universitätsmedizin Mainz

Der Patient im Mittelpunkt - effektive Schmerztherapie

Der Beginn der Schmerzforschung und Schmerztherapie in Mainz und in Deutschland ging von der Anästhesiologie und von der Person Prof. Dr. Rudolf Frey aus. Erstmals hielt Frey von Mainz aus im September 1959, anlässlich der Therapie-Woche in Karlsruhe, einen Vortrag zum Thema "Der Schmerz als therapeutisches Problem". Den eigentlichen Anfang der systematischen Mainzer Auseinandersetzung mit schmerzdiagnostischen und schmerztherapeutischen Aspekten, kann man auf die Antrittsvorlesung von Prof. Frey als Ordinarius für Anästhesiologie, am 04. Mai 1961, mit dem Thema "Neue Wege der Schmerztherapie" datieren.

Rasante Entwicklung zum Wohle der Kranken

Es ist ein historischer Verdienst der Johannes Gutenberg-Universität, den ersten Deutschen Lehrstuhl für Anästhesiologie - das heißt für Schmerzbekämpfung - eingerichtet zu haben. Unserer Klinik kam damit eine Vorreiterrolle, national und international, zu. Diese Verantwortung nahmen und nehmen wir sehr ernst.

Seit den oben erwähnten Tagen hat sich viel getan. So werden seit 1992 nicht nur Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt, sondern auch solche mit starken postoperativen Schmerzen. Zunehmend setzte sich auch die Erkenntnis durch, dass das Phänomen Schmerz kein triviales Problem ist, welches eine singuläre Herangehensweise rechtfertigt, sondern dass es sich vielmehr um ein komplexes Geschehen handelt, welches ein interdiziplinäres Vorgehen erfordert.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand das interdisziplinäre Schmerztherapie-Zentrum (IST). Unter einem Dach betreuen hier Ärzte verschiedener Fachrichtungen Patienten mit chronischen Schmerzen.

Mehr Informationen: http://www.unimedizin-mainz.de/ist/uebersicht.htm

Das schmerzfreie Krankenhaus

Das gemeinsame Wirken auf dem Gebiet der Schmerzforschung und Schmerztherapie hat dazu geführt, dass heutzutage kein Patient mehr Angst haben muss, bei einem Krankenhausaufenthalt stärkste Schmerzen zu erleiden. Die Funktion des akuten und chronischen Schmerzdienstes geht aber über die Schmerzbekämpfung hinaus. Der Einsatz des Schmerzdienstes bewirkt unter anderem:

  • Eine Verbesserung der Befindlichkeit der Patienten
  • Eine Beschleunigung des postoperativen Heilungsverlaufes
  • Eine Frühzeitige postoperative Mobilisation ohne stärkere Schmerzen
  • Eine Senkung kardiopulmonaler Komplikationen

Außerdem sind die Kolleginnen und Kollegen aus den beiden Bereichen Akutschmerzdienst und Schmerzambulanz (IST) eng in die Aktivitäten der Klinik in den Bereichen Fortbildung und Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben eingebunden.

Leitung Schmerztherapie

Leitende Oberärztin:
Univ.-Prof. Dr. med. Kristin Engelhard

Oberärzte:
Dr. med. Rita Laufenberg-Feldmann
Dr. med. Jan Spielberger

Tel. 06131 17-7248


stv. Oberärzte:
Dr. med. Sandy Al Butmeh
Dr. med. Marcel-Philippe Steiner