Visual Universitätsmedizin Mainz

Akute Schmerzen unter Kontrolle

Der Akutschmerzdienst der Klinik für Anästhesiologie besteht bereits seit 1992 und betreut in erster Linie Patienten nach großen operativen Eingriffen, aber auch Patienten mit starken akuten Schmerzen anderer Genese. Der Akutschmerzdienst ist 24 Stunden täglich erreichbar und visitiert seine Patienten in der Regel mehrmals täglich. Die Schmerztherapie wird dabei interdisziplinär und auf konsiliarischer Basis durchgeführt.

Moderne Verfahren und langjährige Erfahrung zum Vorteil des Patienten

Seit 1992 wurden viele Tausend Patienten vom Akutschmerzdienst behandelt. Fast alle betreuten Patienten waren mit der Therapie Ihrer Schmerzen sehr zufrieden und würden sich im Wiederholungsfall eines operativen Eingriffs diese Form der Schmerztherapie wünschen. Regelmäßig erfolgt eine interne Qualitätssicherung einschließlich der Patientenzufriedenheit mit der angewandten Schmerztherapie. Durch die Anwendung neuester Technologien können wir eine Versorgung unserer Patienten nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft gewährleisten.

Patientenkontrollierte Analgesie (PCA)

Die patientenkontrollierte Schmerzbekämpfung mittels einer sogenannten PCA-Pumpe (PCA = patient controlled analgesia), stellt momentan das am häufigsten angewandte Schmerztherapieverfahren im Akutschmerzdienst dar. Hierbei haben die Patienten die Möglichkeit, sich über einen Handschalter bei Bedarf selbst ein starkes Schmerzmedikament auf Morphinbasis intravenös zu verabreichen. Einprogrammierte Maximaldosen und Sperrzeiten verhindern eine Überdosierung. Ergänzt wird dieses Verfahren in aller Regel durch eine patientenadaptierte Therapie mit nichtopioiden Schmerzmedikamenten.

Periduralkatheter

Ein Periduralkatheter stellt für viele Operationen die wirksamste Methode der Schmerztherapie dar. Insbesondere für große Baucheingriffe ist diese Form der Schmerzbekämpfung sinnvoll. Die Periduralanalgesie mittels eines Katheters gehört zu den rückenmarknahen Regionalanästhesieverfahren. Sie hat den Vorteil, dass über den liegenden Katheter über mehrere Tage hinweg sehr wirksame Medikamente direkt an den Ort der Schmerzweiterleitung appliziert werden können. Insbesondere in der Urolgie und in der Allgemeinchirurgie kommt diese Form der Schmerzbekämpfung zum Einsatz.

Standard ist diese Methode aber auch als geburtshilfliche Schmerztherapie. Im Falle der geburtshilflichen Periduralanalgesie kann der Katheter, falls die Entscheidung zum Kaiserschnitt fällt, auch für diesen benutzt werden. Er wird dann einfach mit höheren Dosen der entsprechenden Medikamente befahren und die Periduralanalgesie wird so zur Periduralanästhesie. Der Katheter kann somit präoperativ, intraoperativ und im Anschluss an den Kaiserschnitt auch noch postoperativ zur Schmerztherapie genutzt werden.

Weitere Informationen zur Periduralanästhesie...

Katheteranalgesie peripherer Nerven

Analog zur periduralen Analgesie, lässt sich die Schmerzweiterleitung auch an peripheren Nerven mit Kathetertechniken unterbinden. Hauchdünne Katheter werden dabei mit Hilfe von Elektrostimulationsgeräten (und in Zukunft auch unter Zuhilfenahme von Ultraschallgeräten) direkt an den entprechenden Nerven platziert. Als Beispiele seien Nerven der unteren Extremität, wie etwa der Nervus femoralis oder der Nervus Ischiadicus genannt. Die Schmerzausschaltung erfolgt dann im Versorgungsgebiet des entsprechenden Nerven und ist durch eine kontinuierliche Applikation der notwendigen Medikamente auch über mehrere Tage wirksam.

Leitung Schmerztherapie

Leitender Oberarzt:
Univ.-Prof. Dr. med. Kristin Engelhard

Oberärzte:
Dr. med. Rita Laufenberg-Feldmann
Dr. med. Jan Spielberger
Tel. 06131 17-7248

stv. Oberärzte:
Dr. med. Sandy Al Butmeh
Dr. med. Marcel-Philippe Steiner
Tel. 06131 17-7248