Visual Universitätsmedizin Mainz

Stereotaktische Bestrahlung

Die stereotaktische Bestrahlung ist eine hochpräzise strahlentherapeutische Methode, um kleine Tumore oder Metastasen schonend und hocheffektiv zu behandeln. Mit dieser Technik können hohe Einzeldosen gezielt appliziert und Risikoorgane maximal geschont werden. Die Behandlung ist ambulant möglich.

 Diese Behandlungstechnik kann sowohl im Bereich des Kopfes (intrakraniell) als auch im Bereich des Körperstamms (extrakraniell) angewendet werden. Dabei sind Bestrahlungen in einer Sitzung (Einzeit oder Radiochirugie) oder auch in mehreren Sitzungen (fraktioniert) möglich. Die Gesamtbehandlungszeit ist sehr kurz.

Für die Behandlung ist wichtig, den Patienten äußerst präzise zu lagern. Eine individuell angeformte Bestrahlungsmaske für die intrakranielle Stereotaxie oder eine speziell angeformte Vakuummatratze für die extrakranielle Stereotaxie sind notwendig.

Indikationen für die intrakranielle Stereotaxie:

  • Gutartige intrakranielle Tumoren (wie z. Bsp. Meningeome, Akustikusneurinome oder Hypophysenadenome,…)
  •  Hirnmetastasen (maximal 4 kleine Metastasen, bis zu 3 cm)
  •  Rezidivbestrahlungen

Indikationen für die extrakranielle Stereotaxie:

  • Inoperable Lungentumoren und -metastasen
  • Inoperable Lebertumoren und -metastasen
  • Metastasen anderer Lokalisation (wie z. Bsp. singuläre Knochenmetastasen, Nebennierenmetastasen, Lymphknotenmetastasen…)