Visual Universitätsmedizin Mainz

Meldungsarchiv

13.06.2022.
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Luis Eduardo Alves Damasceno zu seiner kürzlich erschienenen Veröffentlichung in Cell Reports. Während die meisten Studien die Wichtigkeit von STING (stimulator of interferon genes) für die antimikrobielle Immunantwort hervorheben, gibt es weitere Hinweise darauf, dass STING Entzündungen negativ regulieren kann. Damasceno et al. konnten in ihrer Veröffentlichung „STING is an intrinsic checkpoint inhibitor that restrains the Th 17 cell pathogenic program“ nachweisen, dass STING eine Rolle bei der Induktion eines nicht pathogenen Th17 Profils spielt. Es wurde gezeigt, dass die STING-Expression invers mit dem pathogenen Status der Th17 Zellen assoziiert ist und nicht-pathogene Th17-Zellen mehr STING exprimieren als Zellen unter pathogenen Bedingungen. Die Aktivierung von STING induzierte die IL-10 Produktion der Th17-Zellen, während die IL-17A und IL-23R Expression in einer Typ I IFN-unabhängigen Weise abnahm. Die IL-10-Expression erfolgte teilweise über das AhR-abhängige Signaling, samt einer Reduktion der IL-17A Produktion, die durch eine reduzierte transkriptionelle Aktivität von Rorγt vermittelt wurde. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass STING eine regulatorische Funktion in dem Th17 Zellaktivierungsprogramm übernimmt und womöglich ein vielversprechendes Zielmolekül darstellt um Th17-vermittelte Entzündungen einzudämmen.

24.05.2022
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Francesca Rampoldi zu ihrer kürzlich erschienenen Veröffentlichung in Cell Reports. Bisher war unklar über welche Signale die unreifen, autoreaktiven B-Zellen beim gesunden Menschen zu Antikörper-produzierenden Zellen heranreifen. Rampoldi et al. konnten in ihrem Artikel „γδ T cells license immature B cells to produce a broad range of polyreactive antibodies“ zeigen, dass die γδ T-Zellen die unreifen Übergangs-B-Zellen in der Milz bei der Differenzierung zu polyreaktiven Antikörper-sekretierenden Zellen unterstützen. Anhand der Depletion der γδ T-Zellen konnten sie zeigen, dass die direkte Interaktion zwischen den γδ T-Zellen und den unreifen B-Zellen die Transition zu reifen B-Zellen mit breitem Spektrum an Antigen-Spezifitäten fördert. Vermittelt wird die B-Zellreifung über IL-4 -und co-stimulatorische Signale, gleichzeitig kommt es in den unreifen B-Zellen zur Induktion des mTORC1 Signalweges. Das Fehlen der γδ T-Zellen äußerte sich in einer Reduktion der antinukleären Autoantikörper, so dass die γδ T-Zellen womöglich ein attraktives therapeutisches Ziel darstellen, um Autoimmunität zu behandeln.

13.04.2022.
Die Studienstiftung des Deutschen Volkes hat Univ.-Prof. Dr. med. Tim Sparwasser ab April zum Vertrauensdozenten bestellt. Schon während seiner Zeit an der TU München hatte er dieses Amt inne. Die Studienstiftung, erstmalig gegründet im Jahr 1925, ist das älteste und größte Begabtenförderungswerk in Deutschland. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm zu dieser Aufgabe.

02.12.2021
Die zweite Förderphase des SFB-Teilprojektes 18 "Inhibition Tumor-assozierter regulatorischer T Zellen durch mikrobielle Metabolite", unter Leitung von Herrn Univ.- Prof. Dr. med. Tim Sparwasser, wurde bewilligt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlichst. Der SFB 1292 "Gezielte Beeinflussung von konvergierenden Mechanismen ineffizienter Immunität bei Tumorerkrankungen und chronischen Infektionen", eingerichtet im Jahr 2018, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für weitere 4 Jahre mit rund 13 Millionen Euro gefördert.

17.09.2021
Dr. med. Martin Dennebaum hat kürzlich die Prüfung vor der Bezirksärztekammer Rheinhessen bestanden und darf nun die Zusatzbezeichnung "Infektiologe" führen. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlich.

07.05.2021
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Luís Almeida und Ayesha Dhillon-La Brooy zu ihrer kürzlich veröffentlichten Übersichtsarbeit "CD4+ T cell differentiation and function: Unifying glycolysis, fatty acid oxidation, polyamines NAD mitochondria." (Almeida et al. 2021, JACI). In diesem Artikel betonen die Wissenschaftler die Bedeutung des mitochondrialen Stoffwechsels für die Entwicklung, Aktivierung und Effektorfunktion von T-Zellen. Die Autoren diskutieren die jüngsten Erkenntnisse über das Mitochondrium und wie Glykolyse, Aminosäurekatabolismus und Fettsäureoxidation zusammen mit dem Krebs-Zyklus interagieren. Die Integration dieser Stoffwechselwege erzeugt nicht nur Energie, sondern auch Zwischenprodukte, die epigenetische Programme regulieren und dadurch zu Veränderungen des T-Zell-Phänotyps führen können. Daher werden in diesem Review auch Schlüsselenzyme, akzessorische Stoffwechselwege und posttranslationale Proteinmodifikationen erörtert, die T-Zellfunktionen regulieren und mögliche therapeutische Zielmoleküle darstellen können.

20.04.2021
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Ayesha Dhillon-LaBrooy herzlich zu ihrer Auszeichnung mit dem Dagmar Eißner-Förderpreis. Der Dagmar-Eißner-Preis, benannt nach der ehemaligen Direktorin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und ersten Vizepräsidentin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Dagmar Eißner, wird an unter 35-jährige Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universitätsmedizin Mainz für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben und ist mit 3000 Euro dotiert. Prämiert wird die in Immunity veröffentlichte Arbeit "Ribosome-Targeting Antibiotics Impair T Cell Effector Function and Ameliorate Autoimmunity by Blocking Mitochondrial Protein Synthesis" (Almeida et al, 2021).

13.03.2021
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Lis Velasquez und ihren Kollegen zu ihrem kürzlich veröffentlichten Review-Artikel „Dendritic cell metabolism: moving beyond in-vitro-culture-generated paradigms“ (Minarrieta et al. 2020, Curr. Opin. Biotechnol.). Der Artikel diskutiert die wichtige Rolle des Metabolismus bei der Aktivierung und Differenzierung dendritischer Zellen. Die Wissenschaftler geben einen Überblick über die derzeitigen in-vitro Modelle zur Untersuchung der metabolischen Vorgänge und erörtern gleichzeitig neue Techniken und Modelle mit größerer physiologischer Relevanz.

24.11.2020
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Luís Almeida und Ayesha Dhillon-LaBrooy zu ihrer jüngsten Veröffentlichung in Immunity. Almeida et al. (2020) "Ribosome-targeting antibiotics impair T cell effector function and ameliorate autoimmunity by blocking mitochondrial protein synthesis". Die aktuelle Studie zeigt zum ersten Mal, dass das Antibiotikum Linezolid starke immunsuppressive Eigenschaften aufweist und T-Zell-vermittelte Autoimmunerkrankungen wirksam blockieren kann. In einem Modellsystem für Multiple Sklerose, das als "Experimentelle Autoimmun-Enzephalomyelitis" (EAE) bezeichnet wird, hemmt die Antibiotikabehandlung die Funktion von selbstreaktiven T-Helferzellen (Th). Indem Linezolid die mitochondriale Translation blockiert, beeinträchtigt es zunehmend die Integrität der Elektronentransportkette und stört das Redox-Gleichgewicht in den Th17-Zellen. Infolgedessen werden diese selbstreaktiven Zellen, die als Auslöser der EAE bekannt sind, in ihrer Funktion beeinträchtigt, was eine Erklärung dafür ist, warum Linezolid vor Autoimmunität schützt. Die aktuelle Studie zeigt, dass die mitochondriale Translation eine fundamentale Rolle in der T-Zell-Pathologie spielt, und weist auf potentielle neue therapeutische Wege zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten hin. Anhand der Wirkung auf die Th17-Effektorreaktion könnte auch das Problem von Pilzinfektionen bei Patienten nach der Behandlung mit Linezolid als eine mögliche Nebenwirkung erklärt werden. Da Linezolid als Reserveantibiotikum dient, könnte stattdessen in Zukunft die mikrobielle Substanz Argyrin C (ArgC), die ähnliche Mechanismen nutzt und eine starke Immunsuppression ohne signifikante antibiotische Aktivität aufweist, ein alternatives Mittel zur Kontrolle T-Zell-vermittelter Autoimmunerkrankungen sein.

24.11.2020

09.11.2020
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert der AG Sparwasser zu einer erfolgreichen Drittmitteleinwerbung, die im Rahmen des deutsch-chinesischen Mobilitätsprogramms des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung erfolgt.  Die AG Sparwasser wird in Zukunft mit Prof. Peiying Li vom Renji Klinikum der Medizinischen Fakultät der Shanghai Jiaotong-Universität zusammenarbeiten. Der Fokus des gemeinsamen Projektes liegt auf den metabolischen Veränderungen, die nach einem Schlaganfall auftreten und deren Einfluss auf das Immunsystem. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

28.10.2020
Prof. Sucharit Bhakdi (Kiel) vertritt unter Verweis auf seine Position als “Emeritus“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) Positionen zur Covid-19-Pandemie, die nicht mit der Universität oder der Universitätsmedizin Mainz abgestimmt sind.  Auch gibt es seit dem Stichtag 1.9.1978 in Rheinland-Pfalz keine Emeritierungen mehr, so dass Herr Bhakdi ein „Professor im Ruhestand“ und kein „Emeritus“ ist. Damit hat er seit dem Beginn seines Ruhestands keine mitgliedschaftlichen Rechte mehr an der JGU und ihrer Universitätsmedizin. Die Universitätsmedizin und das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene distanzieren sich an entscheidenden Stellen von den von Herrn Bhakdi vertretenen Positionen, die wir als irreführend bis falsch betrachten. Wenn es Fragen gibt, setzen Sie sich mit der Stabsstelle Unternehmenskommunikation unter pr@unimedizin-mainz.de in Verbindung – herzlichen Dank.

31.07.20
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Guilhermina Carriche zu ihrer Veröffentlichung im Journal of Allergy and Clinical Immunology. Carriche et al., J Allergy Clin Immunol. 2020. Regulating T-cell differentiation through the polyamine spermidine. In der Studie wurde gezeigt, dass Polyamine die CD4+ T-Zell Differenzierung in vitro modulieren und die Ausdifferenzierung der CD4+ T-Zellen hin zu einem regulatorischen Phenotyp mit anti-inflammatorischen Eigenschaften begünstigen. Auch in einem Mausmodell konnte bestätigt werden, dass eine Nahrungsergänzung mit Polyaminen das immunologische Gleichgewicht fördert und die Pathologie einer entzündlichen Kolitis reduziert.

24.07.2020
Frau Dr. rer. nat. Luciana Berod wurde am 24.07.20 zur Professorin für Immunmodulation an der Universität Mainz ernannt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert Ihr sehr herzlich. Ihre Arbeitsgruppe, die dem Institut für Molekulare Medizin angegliedert ist, wird eng mit unserem Institut zusammenarbeiten, so dass wir uns auf eine gute Zusammenarbeit freuen.

20.07.2020
Am 22. Juli 2020 erhielten wir Besuch vom argentinischen Botschafter, Herrn Pedro Villagra Delgado, der sich über die deutsch-argentinischen Aktivitäten des IMMH im Bereich Forschung und Lehre informierte. Über seinen Besuch fühlten wir uns sehr geehrt.

09.07.2020
Herr Dr. med. Martin Dennebaum wurde am 01.04.2020 zum Funktionsoberarzt ernannt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlichst.

07.07.2020
Herr Univ.-Prof. Dr. med. Tim Sparwasser wurde vom Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz während seiner Sitzung im Mai 2020 als Mitglied in den "Senatsausschuss für Internationalisierung" gewählt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlich.

15.06.2020
Wir gratulieren Panagiota Mamareli zu ihrer aktuellen Veröffentlichung:  Mamareli et al. Mukosale Immunologie, 2020. Durch die gezielte Beeinflussung der zellulären Fettsäuresynthese wird die Funktion der T-Helferzellen und der angeborenen lymphatischen Zellen bei Entzündungen und Infektionen des Darms eingeschränkt. In der Studie konnte gezeigt werden, dass die pharmakologische Kontrolle von ACC1, ein Schlüsselenzym, das die Fettsäuresynthese (FAS) innerhalb der Zelle steuert, einen wirksamen Ansatz zur Minimierung von infektionsvermittelten Darmentzündungen darstellt. Mechanistisch wird durch die Herunterregulation von ACC1 die frühe Expansion der pro-inflammatorischen Th1- und Th17-Lymphozyten gestört. Darüber hinaus geben die Daten einen Einblick in die Stoffwechselregulation der sogenannten angeborenen Typ-3-Lymphozyten, die das proinflammatorische Zytokin IL-22 produzieren und deren Funktion durch die ACC1-vermittelte Lipogenese beeinflusst wird. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Mucosal Immunology veröffentlicht.

20.04.2020
Am 14.04.2020 wurde im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 1292 "Gezielte Beeinflussung von konvergierenden Mechanismen ineffizienter Immunität bei Tumorerkrankungen und chronischen Infektionen" das Teilprojekt 18 "Inhibition Tumor-assoziierter regulatorischer T Zellen durch mikrobielle Metabolite" unter Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Tim Sparwasser bewilligt. Das Medizinische Institut für Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlichst.

23.03.2020
Stellungnahme zu im Internet kursierenden Videos des Professors im Ruhestand des IMMH:
Herr Bhakdi ist im Jahr 2012 in den Ruhestand getreten. In Deutschland gibt es zahlreiche aktive, ausgewiesene Expertinnen und Experten in der Infektionsepidemiologie, wie z. B. am Robert-Koch-Institut (RKI). Selbstverständlich hat Herr Bhakdi als Bürger das Recht, seine eigene Meinung zu vertreten. Diese ist jedoch in keiner Weise, darauf legen wir Wert, mit der Universitätsmedizin Mainz abgestimmt.

01.11.2019
Herr Univ.-Prof. Dr.med. Sparwasser wurde in Peking auf dem 17. Internationalen Immunologie-Kongress, veranstaltet durch die IUIS iuis2019.org/general-information/about-iuis/
(Internationale Dachgesellschaft der Immunologen), als Deutscher Vertreter in den IUIS Council gewählt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm hierzu herzlich.

10.06.2019
Am 31.05.2019 wurde das Projekt B08N "Modellierung entzündlicher Hauterkrankungen durch Blockade metabolischer Checkpoints" als Teil des Collaborative Research Center Transregio 156 "Die Haut als Sensor und Initiator von lokaler und systemischer Immunität“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Tim Sparwasser bewilligt. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene gratuliert ihm herzlich.