Visual Universitätsmedizin Mainz

22. April 2015

Alt und Bätzing-Lichtenthäler übergeben neuen Leitfaden zu „Guter Start ins Kinderleben“ an die Praxis

Familienministerin Irene Alt und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben heute den neuen Leitfaden des Programms „Guter Start ins Kinderleben“ vorgestellt und der Klinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der Universitätsmedizin Mainz stellvertretend für alle teilnehmenden Geburtskliniken im Land überreicht. Ziel des Programms ist es, frischgebackene Eltern in der ersten Phase der Elternschaft zu beraten und über Unterstützungsangebote zu informieren.

„Die Geburt eines Kindes ist ein großes Geschenk für die Eltern, das aber auch große Veränderungen und Herausforderungen mit sich bringt. Nicht alle jungen Eltern sind diesen gewachsen. Hier unterstützt unser Programm präventiv, damit Stress und Überforderung gar nicht erst soweit anwachsen, dass es im schlimmsten Fall zu einer Kindeswohlgefährdung kommt“, erklärt Familienministerin Irene Alt. Umgesetzt wird der „Gute Start ins Kinderleben“ von speziell geschulten Familienhebammen oder Fachkräfte der Kinderkrankenpflege.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betont die wichtige Rolle der Geburtskliniken hinsichtlich des Kindeswohls: „Ich freue mich, dass das Land das Fachpersonal durch das Programm ‚Guter Start ins Kinderleben‘ in die Lage versetzt, Eltern in dieser sensiblen Phase kompetent zu beraten und in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen und Einrichtungen ein Unterstützungsangebot zu initiieren. Dieser Einsatz hat sich bewährt und lohnt sich.“ Das Land unterstützt die Geburtskliniken hierbei durch die Qualifizierung von Fachkräften, durch Fortbildungen sowie durch Arbeitsmaterialien: Der jetzt entwickelte Leitfaden enthält Infomaterialien, rechtliche Grundlagen und Fortbildungsmodule. Er vereinfacht die Einarbeitung neuer Fachkräfte und bietet im Klinikalltag raschen Überblick über die verschiedenen Bausteine. Der Leitfaden wird allen teilnehmenden rheinland-pfälzischen Kliniken mit geburtshilflicher Abteilung durch das Familienministerium zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile nehmen mehr als dreißig Geburtskliniken an dem Programm „Guter Start ins Kinderleben“ teil. Die Geburtsklinik der Mainzer Universitätsmedizin arbeitet bereits seit 2009 mit dem Projekt.

Eine Zwischenbilanz von Pflegevorstand Marion Hahn der Universitätsmedizin Mainz fällt sehr positiv aus: „Die Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten spielt in Rheinland-Pfalz in diesem Modellprojekt eine tragende Rolle. Geburtskliniken haben eine Schlüsselfunktion, wenn es darum geht, Familien zu erreichen, bevor sich Krisen und Probleme manifestieren. Um den Unterstützungsbedarf bei werdenden Müttern einschätzen zu können, setzen bei uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären Geburtshilfe den eigens für das Projekt ‚Guter Start ins Kinderleben‘ entwickelten LupE-Bogen (Ludwigshafener peripartale Erhebungsbogen) ein. Mit dem LupE-Bogen werden frühzeitig Stress- und Überforderungssituationen erkannt, um präventiv entgegensteuern zu können. Kinder sind unser höchstes Gut. Auch als Universitätsmedizin können und müssen wir einen Beitrag für eine sorglose Kindheit leisten.“

Der Ludwigshafener peripartale Erhebungsbogen (LupE) wurde im Rahmen des Programms „Guter Start ins Kinderleben“ entwickelt, das als Modellprojekt zur frühen Förderung elterlicher Erziehungs- und Beziehungskompetenzen in prekären Lebenslagen und Risikosituationen angelegt war und als gemeinsame Initiative inden Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen durch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm im Zeitraum von 2006 bis 2009 durchgeführt wurde.

Bildunterzeile: Familienministerin Irene Alt (2. v.r.) und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (2. v.l.) übergeben den neuen Leitfaden zu "Guter Start ins Kinderleben" im Beisein des komm. Direktors der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten, Prof. Dr. Gerald Hoffmann (M.) an Pflegevorstand Marion Hahn (l.) und Dr. Doris Macchiella von der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten (r.)

Pressekontakt
Astrid Eriksson
Pressesprecherin
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