Visual Universitätsmedizin Mainz

Assoziiertes Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs der Universitätsklinik Köln

Etwa jede achte Frau erkrankt im Lauf Ihres Lebens an Brustkrebs, etwa eine Frau von 1000 an einem Eierstockkrebs. Nur bei weniger als 10% dieser Tumorerkrankungen kann man heute eine erbliche (genetische) Tumorneigung diagnostizieren. Es wurden jedoch im Lauf der letzten Jahre immer mehr Genveränderungen entdeckt, die hierfür ursächlich sind. Die beiden wichtigsten Gene für Brust- und Eierstockkrebs sind BRCA1 und BRCA2. Sie werden auch Hochrisikogene genannt.

Das Institut für Humangenetik der Universitätsmedizin, die Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit sowie die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie gehören zum Deutschen Konsortium für familiären Brust und Eierstockkrebs.

Schweiger

Zentrumssprecherin

Stellvertretende Zentrumssprecherin

Institut für Humangenetik

Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit

Frau Univ.-Prof. Dr. med. Susann Schweiger

Frau Univ.-Prof. Dr. med. Annette Hasenburg

(Fachärztin für Humangenetik)

(Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe)

Wir betreuen Frauen und deren Angehörige aus Familien mit gehäuften Mammakarzinomen und gynäkologischen Krebserkrankungen (Eierstock- und Gebärmutterkörperkrebs). Die individuelle Situation der Patientin steht bei uns im Mittelpunkt, von der Anamneseerhebung bis zu erweiterten Vorsorgeuntersuchungen oder vorsorglichen Operationen.

Wir bitten Sie zunächst um die Beantwortung folgender Fragen, um Sie zu den entsprechenden Ansprechpartnern weiterleiten zu können:

 

 

Mit folgenden Probleme sind Sie bei uns genau richtig:

 

1. Patientinnen, bei denen bereits eine genetische Mutation nachgewiesen wurde. Diese können sich in unserer Klinik für Frauengesundheit zur weiteren Beratung bezüglich Familienplanung oder weiterer therapeutische Möglichkeiten vorstellen.

 

2. Patientinnen, bei denen gehäuft Brustkrebs oder Eierstockkrebs in der Familie aufgetreten sind. Diese sollten sich im Institut für Humangenetik der Universitätsmedizin vorstellen.

In diesem Fall sollten Sie sich einen Termin im Brustzentrum der Frauenklinik geben lassen.

 

Kontakt Brustzentrum

 

Ihre bösartige Erkrankung kann ein Hinweis auf eine genetische Belastung innerhalb ihrer Familie sein. In Familien mit einer genetischen bedingten Häufung von Erkrankungsfällen kann das Erkrankungsrisiko deutlich höher sein als in der Allgemeinbevölkerung.

Hinweise auf ein solches familiäres Erkrankungsrisiko gibt eine Checkliste zur Erfassung einer möglichen erblichen Belastung für Brust- und/oder Eierstockkrebs.

 

Checkliste (Pdf , 38,5 KB)

 

Diese ist relativ komplex aufgebaut. Neben der Zahl der Erkrankten wird auch das Alter und der Verwandtschaftsgrad zu der Betroffenen ermittelt und so ein Summenwert gebildet. Die zuständige Ärztin/Arzt wird diese Liste ausführlich mit Ihnen durchgehen. Sie sollten sich bereits im Vorfeld alle Krebserkrankungsfälle in Ihrer Familie überlegen, gegebenenfalls bei entfernten Verwandten in der Familie Informationen einholen.

 

 

In diesem Fall ist für Sie der erste Ansprechpartner das Institut für Humangenetik der Universitätsmedizin. Dort wird man Sie entsprechend beraten und untersuchen.

 

In Familien mit einer genetischen bedingten Häufung von Erkrankungsfällen kann das Erkrankungsrisiko deutlich höher sein als in der Allgemeinbevölkerung.

 

Hinweise auf ein solches familiäres Erkrankungsrisiko gibt eine Checkliste zur Erfassung einer möglichen erblichen Belastung für Brust- und/oder Eierstockkrebs

 

Checkliste (Pdf , 38,5 KB)

 

Diese ist relativ komplex aufgebaut. Neben der Zahl der Erkrankten wird auch das Alter und der Verwandtschaftsgrad zu der Betroffenen ermittelt und so ein Summenwert gebildet. Die zuständige Ärztin/Arzt wird diese Liste ausführlich mit Ihnen durchgehen. Sie sollten sich bereits im Vorfeld alle Krebserkrankungsfälle in Ihrer Familie überlegen, gegebenenfalls bei entfernten Verwandten in der Familie Informationen einholen.

 

Kontakt Humangenetik

 

 

Vorsorge für mich:

Für Sie spielt das Risiko einer Zweiterkrankung eine wichtige Rolle, wofür es eine intensivierte Nachsorge gibt.

 

Spezifische Bildgebung

In unserer Klinik wird eine risikoadaptierte Bildgebung mit hochauflösendem Ultraschall, digitaler Mammographie und Tomographie sowie Kernspintomographie (MRT) der Brust von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Im Verdachtsfall werden auch minimal- invasive Biopsien durchgeführt (z.B. Vakuumbiopsien oder ultraschallgesteuerte Stanzbiopsien). Diese Leistungen werden im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie von speziell qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

 

Radiologie

 

Prophylaktische Operationen

Manchmal können vorbeugende Operationen an der Brust oder an den Eierstöcken sinnvoll sein. Diese werden im Rahmen unseres zertifizierten Brustzentrums oder gynäkologischen Krebszentrums durchgeführt. Für die Brust sind plastische Rekonstruktionen selbstverständlich.

 

Brustzentrum / Gynäkologisches Krebszentrum

 

Medikamentöse Therapien mit „PARP- Inhibitoren“

Mittlerweile gibt es Medikamente, die speziell bei Krebserkrankungen mit Nachweis einer BRCA-Mutation wirksam sind. Somit hat die genetische Diagnostik auch eine therapeutische Bedeutung. Die sogenannten „PARP-Inhibitoren“ können bei Frauen mit einer Genmutation zu verbesserten Behandlungsergebnissen führen.

 

Derzeit ist in Deutschland für die Behandlung von Patientinnen mit Eierstockskrebs das Medikament Olaparib (Lynparza©) als Erhaltungstherapie nach einer Chemotherapie zugelassen. Seit April 2019 kann dieses Medikament auch bei einem metastasierten Brustkrebs mit BRCA-Mutation eingesetzt werden. Ebenfalls eine Zulassung besitzen Niraparib (Zejula©) und Rucaparib (Rubraca©) beim Ovarialkarzinom. Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Sprechstunde.

 

Brustsprechstunde

 

Vorsorge für meine Familie:

Wenn in ihrer Familie eine genetische Mutation vorliegt, sollte für noch nicht erkrankte Familienangehörige eine engmaschige Vorsorge durchgeführt werden (sog. intensivierte Früherkennung). Hierfür können sich Mitglieder einer Risikofamilie im Institut für Humangenetik der Universitätsmedizin vorstellen.

 

Humangenetik / Radiologie

 

 

Männer können ebenfalls an einem Brustkrebs erkranken, allerdings ist die Erkrankungshäufigkeit mit etwa 700 Fällen pro Jahr in Deutschland wesentlich kleiner als bei Frauen. Männliche Träger von BRCA- Mutationen haben jedoch ein etwa fünf- bis siebenfach erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung. Brusterkrankungen bei Männern tragen ebenfalls zum familiären Erkrankungsrisiko bei. Spezielle Vorsorgeprogramme für Männer werden nicht angeboten.

Kontakt:

Sie erreichen uns Montag bis Freitag

Telefon: 06131/ 17-5303

Fax: 06131/ 17- 6429

Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs

 

Kontakt:

Telefon: 06131/ 17-5303

Fax: 06131/ 17- 6429