Zielgruppe

Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die an einer schizophrenen Erkrankung leiden. Um an der Gruppentherapie teilnehmen zu können, muss die akute Phase ausreichend abgeklungen sein und es darf keine Selbst- und Fremdgefährdung mehr vorliegen.  

Inhalte

Patienten mit schizophrenen Erkrankungen weisen häufig Defizite in ihrer Wahrnehmung von Mustern, Strukturen und sozialen Situationen auf. Das Integrierte Psychologische Therapieprogramm für schizophrene Patienten (IPT) nach Roder, Brenner und Kienzle ist ein langjährig erprobtes Verfahren, das nachweislich solche Schwierigkeiten verringern kann. Die Informationsaufnahme, die bei schizophrenen Patienten gestört ist, kann durch Training verbessert, relevante und irrelevante Reize können besser unterschieden werden. In einem mehrstufigen gruppentherapeutischen Verfahren, das sich auf verhaltenstherapeutische Techniken stützt, können zunehmend komplexe kognitive und soziale Aufgaben geübt und bewältigt werden. Der hohe Strukturierungsgrad des Programms kann den Patienten ermöglichen, in einem angemessen stimulierenden Rahmen soziale Interaktionen einzugehen. Übungen zur kognitiven Differenzierung helfen vor allem bei Patienten mit starken Einschränkungen, Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsschwierigkeiten zu verbessern, ein Training zur sozialen Wahrnehmung hilft, Wesentliches zu erkennen und richtig zu interpretieren. Je nach Krankheitsstadium der Teilnehmer können auch Elemente zur verbalen Kommunikation, sozialen Kompetenz sowie Problemlösefertigkeiten bearbeitet werden. Geeignet ist das IPT für Patienten außerhalb akut psychotischer Phasen.