Visual Universitätsmedizin Mainz

6. Mai 2016

Exzellent in der Behandlung seltener Tumorerkrankungen im Magen-Darm-Bereich und an der Bauchspeicheldrüse

Interdisziplinäres Endokrines und Neuroendokrines Tumorzentrum an der Universitätsmedizin Mainz erfolgreich rezertifiziert

Das Interdisziplinäre Endokrine und Neuroendokrine Tumorzentrum (IENET) an der Universitätsmedizin Mainz ist von der European Neuroendocrine Tumor Society (ENETS) als „ENETS Center of Excellence“ rezertifiziert worden. Patienten mit seltenen neuroendokrinen Tumoren erhalten dort eine fachübergreifende medizinische Versorgung, die sich eng an den ENETS-Leitlinien orientiert. In die Behandlung sind Endokrinologen, Onkologen, Chirurgen, Radiologen, Nuklearmediziner sowie Pathologen eng eingebunden. Bei der Diagnostik und individualisierten Therapie von Tumorpatienten kommen die neusten Techniken zur Anwendung. Das IENET ist Teil des Universitäten Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) der Universitätsmedizin Mainz.

Neuroendokrine Tumoren (NET) sind seltene Tumorerkrankungen, die meist im Magen-Darm-Bereich und an der Bauchspeicheldrüse entstehen. Sie treten aber auch beispielsweise in der Lunge und den Bronchien auf. Um neuroendokrine Tumore sicher zu erkennen und optimal behandeln zu können, ist es notwendig, dass Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen eng zusammenarbeiten. Laut ENETS-Auditbericht verfügt das IENET der Universitätsmedizin Mainz über ein „engagiertes und auf den Patienten ausgerichtetes multidisziplinäres und multiprofessionelles NET-Team“. Ferner kamen die Auditoren zu dem Schluss, dass die Patienten im IENET gemäß der ENETS-Leitlinien und verbindlichen Behandlungsstandards von den fächerübergreifenden Teams behandelt werden. Auch seien die Voraussetzungen gegeben, dass für jeden Patienten der individuell beste Therapieplan erarbeitet werden kann. Besonders positiv bewerteten die Auditoren auch die in 2015 im IENET neu eingerichtete interdisziplinäre psychoonkologische Einheit. Sie gewährleiste, dass alle NET-Patienten Unterstützung bei der psychologischen Bewältigung der Tumorerkrankung bekämen.

Gegenwärtig werden im IENET im Jahr mehr als 250 Patienten mit neuroendokrinen Tumoren stationär, teilstationär oder ambulant behandelt. Der hohe Grad der Patientenzufriedenheit im IENET, die sich aus einer umfangreichen Patientenbefragung ableiten lässt, findet im Auditbericht besondere Erwähnung. Die Patienten zeigten sich zufrieden im Hinblick auf die Kompetenz der behandelnden Ärzte, die Behandlungsabläufe und die medizinische Versorgung insgesamt. Darüber hinaus erwähnt der Auditbericht positiv die kurzen Wartezeiten für medizinische Beratungsgespräche. Es dauere maximal 16 Tage bis eine Konsultation erfolge. In dringenden Fällen ließe sich auch ein ärztliches Beratungsgespräch innerhalb von 24 Stunden organisieren.

„Die Zertifizierung als ´ENETS Center of Excellence´ unterstreicht, dass wir Patienten mit seltenen neuroendokrinen Tumoren auf allerhöchstem medizinischen Niveau behandeln“, sagt die Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Babette Simon. „Eine optimale Behandlung dieser Patienten bedarf insbesondere der engen Zusammenarbeit erfahrener Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen. Genau darin zeichnet sich das Interdisziplinäre Endokrine und Neuroendokrine Tumorzentrum der Universitätsmedizin Mainz aus“, so Prof. Simon.

„Die von uns konsequent weiterentwickelten Strukturen und Prozessketten sind von den ENETS-Auditoren ohne jede Einschränkung nachweislich für gut befunden worden. Die Rezertifizierung sehen wir deshalb auch als logische Konsequenz unseres kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozesses“, sagt der Leiter des IENET an der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Matthias Weber.

 

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Matthias M. Weber
Leiter des Interdisziplinären Endokrinen und Neuroendokrinen Tumorzentrums (IENET)  Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131/17-7260
E-Mail:  matthias.weber@unimedizin-mainz.de

Pressekontakt

Oliver Kreft, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz, Telefon 06131  17-7428, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

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Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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