Keratokonus und Keratektasie
Was ist der Keratokonus?
Der Keratokonus ist eine meist beidseits auftretende Erkrankung mit kegelförmiger Vorwölbung und
Verdünnung der Hornhaut, dem vordersten klaren Teil des Auges. Erste Symptome stellen eine zunehmende Kurzsichtigkeit und Verkrümmung der Hornhaut dar, die sich bereits in der Pubertät und im frühenErwachsenenalter zeigen können. Der Patient bemerkt ein unscharfes und verzerrtes Sehen, die Brillenwerte müssen häufig angepasst werden. Der Keratokonus wird in frühen Stadien mit formstabilen Kontaktlinsen ausgeglichen. Bei späten Formen mit Vernarbungen ist eine Hornhauttransplantation erforderlich. Der Keratokonus tritt in der Bevölkerung bei einem von 200 Menschen auf. Die Ursachen des Keratokonus sind heutzutage noch weitgehend unbekannt. Er kommt familiär gehäuft vor, was unter anderem auch für eine vererbte Ursache spricht. Der einzige gesicherte Umstand, der ein hohes Risiko für die Entstehung eines Keratokonusentwicklung-progression darstellt, ist heftiges und häufiges Augenreiben über Jahre hinweg (zum Beispiel bei Allergien).
Wird der Keratokonus im Frühstadium festgestellt und man sieht in den Verlaufskontrollen eine Zunahme der Vorwölbung, steht die Crosslinking/UV-Vernetzungsbehandung zur Verfügung, um den Befund zu stabilisieren.
Was ist eine Keratektasie?
Nach Laserbehandlungen der Hornhaut kann es vorkommen, dass sich an einer dünnen Stelle die Hornhaut ebenfalls vorwölbt und dies ähnlich wie beim Keratokonus zu Sehverschlechterungen führt