Visual Universitätsmedizin Mainz

AG Wiegand/Hölzel

AG Versorgungsforschung 

Leitung

Wiegand, MD/PhD
Hauke Wiegand, MD/PhD
Funktionen: Oberarzt
Leitung AG Versorgungsforschung
Qualifikationen: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

haukefelix.wiegand@unimedizin-mainz.de

Dr. phil. Hölzel
Dr. phil. Lars P. Hölzel
Funktionen: Leitender Psychologe und Wissenschaftlicher Leiter der Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad, Leitung AG Versorgungsforschung
Qualifikationen: Psychologischer Psychotherapeut

hoelzel@parkklinik-schlangenbad.de

Forschungsschwerpunkte

Ziel unserer Forschung ist es, die Gesundheitsversorgung von Menschen mit affektiven Störungen in Deutschland zu analysieren, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darüber hinaus entwickeln, evaluieren und implementieren wir Interventionen zur Optimierung der psychiatrischen Versorgung.

Laufende Projekte:

1. Analysen der routinemäßigen psychiatrischen Versorgung von Patienten mit affektiven Störungen in Deutschland in den Routinedaten der Krankenkassen 

In diesem Projekt untersuchen wir die Muster der Dienstleistungsnutzung von Patienten mit affektiven Störungen in einem großen Krankenkassen-Routinedatensatz. Wir wollen die Routinebehandlungsrealität erfassen, schwer betroffene Populationen charakterisieren und Optimierungspotenziale in den Versorgungsabläufen identifizieren. 

2. Messung und Steuerung therapeutischer Prozesse bei stationärer Depression, Persönlichkeitsstörung und PTSD-Behandlung

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Implementierung eines Systems zur systematischen Erfassung therapeutischer Prozesse in der stationären Versorgung. In explorativen Analysen versuchen wir, Marker des Therapieansprechens und Optimierungspotenziale für die Therapie zu identifizieren.

3. Entwicklung von IT-Lösungen zur Digitalisierung klinischer Daten sowie lernenden Entscheidungsunterstützung in komplexen klinischen Fallkonstellationen.

Ziel dieses Projektes ist es, mit gängigen Krankenhausinformationssystemen und Standards für die elektronische Patientenakte kompatible IT-Lösungen mit folgenden Funktionen zu entwickeln: digitale Erfassung, Bereitstellung und Austausch psychiatrisch relevanter klinischer Daten; digitale Entscheidungsunterstützung bei komplexen Fallkonstellationen zunächst auf Grundlage einer digitalen Wissensbasis, im Verlauf Entwicklung eines anhand früherer Fallkonstellationen lernenden Systems.

Kooperationen

  • Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Kaiserslautern
  • BARMER Versorgungsforschung, Wuppertal
  • Prof. Dr. Mathias Berger, Freiburg
  • Prof. Dr. Andrea Chmitorz, Esslingen

Ausgewählte Publikationen

  • Wiegand HF, Saam J, Marschall U, Chmitorz A, Kriston L, Berger M, Lieb K, Hölzel LP (2020) Challenges in the transition from in-patient to out-patient treatment in depression—an analysis of administrative health care data from a large German health insurer. Deutsches Ärzteblatt international, 117:472-9.
  • Bjerregaard F., Zech J., Frank F., Hüll M., Stieglitz R.D., Hölzel L. (2018). Implementierbarkeit des GermanIMPACT Collaborative Care Programms zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung älterer depressiver Menschen - eine qualitative Interviewstudie. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 134, 42-48.
  • Hölzel LP, Bjerregaard F, Bleich C, Boczor S, Härter M, König HH, Kloppe T, Niebling W, Scherer M, Tinsel I, Hüll M (2018) Coordinated Treatment of Depression in Elderly People in Primary Care. Dtsch Arztebl Int. 2018 Nov 2;115(44):741-747.
  • Wiegand HF, Godemann F (2017) Increased treatment complexity for Major Depressive Disorder for inpatients with comorbid personality disorder. Psychiatric Services, 68(5):524-527.
  • Frank F., Gräder N., Dahlmann H., Berger M., Hölzel L.P. (2017). Bereitschaft zur Inanspruchnahme internetbasierter Unterstützung nach stationärer Behandlung – eine Querschnittstudie. Psychiatrische Praxis, 45, 214-218.
  • Wiegand HF, Sievers C, Schillinger M, Godemann F (2016) Major depression treatment in Germany–descriptive analysis of health insurance fund routine data and assessment of guideline-adherence. Journal of Affective Disorders, 189, 246–253.
  • Hölzel L.P., Ries Z., Kriston L., Dirmaier J., Zill J.M., Rummel-Kluge C., Niebling W., Bermejo I. & Härter M. (2016). Effects of culture-sensitive adaptation of patient information material on usefulness in migrants: a multicentre, blinded randomized controlled trial. BMJ Open, 6:e012008.
  • Frank F., Rummel-Kluge C., Berger M., Bitzer EM., Hölzel L.P. (2014). Provision of group psychoeducation for relatives of persons in inpatient depression treatment - a cross-sectional survey of acute care hospitals in Germany. BMC Psychiatry, 14, 143.