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Weiterbildender Masterstudiengang Medizinethik –
Ziel und Inhalt des Studienangebots


Der weiterbildende Studiengang „Medizinethik” bietet ein inhaltlich aktuelles sowie strukturell an internationalen Standards orientiertes Studienprogramm, das als konsekutives Programm auf akademische Abschlüsse in Berufsbereichen der medizinischen Versorgung, des Gesundheitswesens, des Versicherungswesens, des Medizinrechts anschließt und mit Leistungspunkten entsprechend im European Credit Transfer System (ECTS) bewertet wird. Als Fernstudium eröffnet dieses Studienprogramm eine Weiterbildung parallel zur Berufstätigkeit.

Die Vermittlung medizinethischer Kompetenz im Rahmen des viersemestrigen weiterbildenden Masterstudiengangs geschieht auf der Basis einer praxisorientierten Schwerpunktsetzung durch die Kombination von acht Studienmodulen: Im Studienprogramm des Studiengangs wird die praxisorientierte Schwerpunktsetzung der Vermittlung medizinethischer Kompetenz durch die Kombination der 8 Studienmodule gewährleistet. In dem jeweiligen Pflichtanteil vermittelt das modularisierte Studienprogramm grundlegende ethische Kenntnisse. Durch die im Hinblick auf das Anwendungsfeld der Medizinethik strukturierte Vermittlung der Disziplin der praktischen Philosophie gewährleisten die Studienmodule zugleich die praktische Relevanz und die Anwendbarkeit der ethischen Grundlagen. Andererseits wird im Wahlbereich der ersten vier Module und in den Modulen des zweiten Studienjahrs diese ethische Reflexion in Problemfelder des Berufsbereichs der Absolventen integriert.

Lehr- bzw. Lernbereiche

Das Studienangebot im weiterbildenden Masterstudiengang „Medizinethik“ umfasst die folgenden Lehr- bzw. Lernbereiche:

Erster Studienabschnitt:

  • Grundlagen der Ethik und Anthropologie (Modul I)
  • Grundlagen der Medizinethik und medizinischer Anthropologie (Modul II)
  • Ethik der Institutionen (Modul III)
  • Ärztliches Handeln im Gesundheitssystem (Modul IV)

Zweiter Studienabschnitt:

  • Medizinethik und Recht (Modul V)
  • Klinische Ethik und Beratung (Modul VI)
  • Ethik moderner interventioneller Verfahren (Modul VII)
  • Ethik moderner diagnostischer Verfahren (Modul VIII)

Pro Modul werden 240 CME- Punkte vergeben.

Die Module enthalten jeweils schriftlich versandtes Studienmaterial (Studienbriefe) mit einem Pflicht- und Wahlanteil. Das Studienmaterial der Studienbriefe wird im Eigenstudium erarbeitet. Jedes Modul wird mit einer Präsenzveranstaltung abgeschlossen. Der Studiengang kann mit einem Modul pro Semester bzw. mit zwei Modulen pro Semester (Regelstudium) studiert werden. Entsprechend beträgt die Studienzeit acht bzw. vier Semester (Regelstudium). Pro Semester können maximal zwei Module belegt werden.

In das Kursangebot des weiterbildenden Masterstudiengangs „Medizinethik“ gehen weiterhin interdisziplinäre Forschungen zu Problemfeldern der Medizinethik (Europäische Akademie GmbH, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie Formen des problemorientierten Lernens im Bereich der Anwendung medizinethischer Kompetenz (Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin) und grundlegende philosophische Forschungen zu medizinethisch relevanten Themen (Institut für Philosophie, Institut für Psychologie der FernUniversität sowie Institut für Öffentliches Recht II der Ruhr-Universität Bochum und des Instituts für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik der Universität Würzburg) ein. Durch die Ergebnisse gemeinsam durchgeführter Forschungskolloquien der Kooperationspartner wird das Lehrangebot permanent um aktuelle Problemfelder erweitert, um die Qualität und Aktualität des Studienangebots zu sichern.

Das in den Forschungskontexten (längerfristige interdisziplinäre Arbeitsgruppen der Europäischen Akademie GmbH und des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Univ. Mainz) sowie in den Forschungskolloquien entwickelte Studienmaterial wird didaktisch-methodisch bearbeitet. Ausführliche Einführungen in den jeweiligen Problembereich und eine durchgängige Strukturierung des Textmaterials sichern die Vermittlung komplexer Problemsituationen und interdisziplinär entwickelter Lösungen.
Das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verfügt bereits über eine breite Praxis innovativer Lehr- und Lernformen und wird dieses Angebot auch für die kommenden Semester bereitstellen.