Visual Universitätsmedizin Mainz

Presse 2012

19. Dezember 2012

DFG fördert Herz-Kreislauf-Forschung der Universitätsmedizin Mainz

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz Fördergelder bewilligt, um die Zusammenhänge zwischen dem Immunsystem und Erkrankungen des Herzkreislaufsystems weiter zu erforschen. Das Hauptaugenmerk des aktuellen Forschungsvorhabens liegt auf der Krankheitsentstehung des Bluthochdrucks und der Arteriosklerose. Privatdozent Dr. Philip Wenzel, Kardiologe und Oberarzt der II. Medizinischen Klinik und Nachwuchsgruppenleiter am Centrum für Thrombose und Hämostase, wird die von ihm eingeworbenen über 300.000 Euro mit einer Laufzeit von 36 Monaten für Personal- und Verbrauchsmittel verwenden. „Wir wollen der faszinierenden Frage nachgehen, wie das Blutdruckhormon Angiotensin II und Botenstoffe der Entzündung, vor allem Interferon gamma, in der Krankheitsentstehung von Gefäßkrankheiten zusammenwirken“, erläutert Dr. Wenzel. „Wir sind sehr glücklich, dass uns die DFG darin unterstützen wird.“

1. Dezember 2012

Sven Danckwardt leitet den Bereich „Laboratoriumsmedizin und experimentelle Hämostaseologie“

PD Dr. Sven Danckwardt studierte Humanmedizin in Tübingen, Berlin und San Diego (USA). Nach dem Ende des Studiums wurde er im Jahr 2002 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zu Mechanismen der Genotyp-Phänotyp-Modulation promoviert, wofür er den renommierten Robert-Koch-Preis erhielt. Nach Stationen als Assistenzarzt an der Charité in Berlin und Heidelberg forschte er an der vom Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL) und der Medizinischen Fakultät Heidelberg inaugurierten Molecular Medicine Partnership Unit. Von April 2011 an war Sven Danckwardt Gruppenleiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nun hat er zum 1.12.2012 seine Stelle am CTH im Rahmen der Professur „Laboratoriumsmedizin und experimentelle Hämostaseologie“ angetreten.

Ein Hauptziel seiner wissenschaftlichen Arbeit am CTH wird sein, die Grundlage für die rätselhafte funktionelle Liaison zwischen der Blutgerinnung und der Entstehung sowie Progression von Tumorerkrankungen zu erforschen. Seit Jahren arbeitet er an basalen Genexpressionsmechanismen, die bei der Fehlregulation der Blutgerinnung eine bedeutende Rolle spielen. Sein Ziel im CTH wird es sein, den Weg für neue, innovative diagnostische und therapeutische Ansätze in der Hämostaseologie zu ebnen. In dem Bestreben diese Erkenntnisse weiter in die Klinik zu tragen und die Erfahrungen aus der tagtäglichen Arbeit mit Patienten in die Forschung zu integrieren, bietet das CTH eine optimales Umfeld, um im Bereich der Thrombose- und Hämostase-Forschung wie -Behandlung Neues bewirken zu können.

10. November 2012

Präsentation des Herz-Kreislauf-Spiels beim 3. Mainzer Herz-Stiftungsball


Die Stiftung Mainzer Herz veranstaltete am 10. November 2012 Ihren 3. Mainzer Herz-Stiftungsball im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Bei dieser Gelegenheit wurde den Förderern und Unterstützern der Stiftung auch das Herz-Kreislauf-Spiel vorgestellt. Das Spiel stellt ein gemeinsames Förderprojekt der Stiftung Mainzer Herz, des CTH und der II. Med. Klinik dar und unterstützt die Präventionsarbeit bei Kindern und Jugendlichen.

November 2012

Antikoagulation News, Ausgabe 9

Ergänzend zur 8. Internationalen Patienten/Ärzte Konferenz der Oralen Antikoagulations Therapie in Wien vom 4.-6. Oktober 2012 wurde die neue Newsletterausgabe veröffentlicht. Hierin berichtet unter anderem Prof. Dr. Philipp Wild über die neusten Entwicklungen und Ergebnisse des Landesleitprojekts "thrombEVAL".

Zum Download: Ausführlicher Bericht "Anticoagulation News 9" (Pdf , 255,6 KB)


1. November 2012

Juniorgruppenleiterin tritt Stelle am Centrum für Thrombose und Hämostase an

Frau Dr. med. Mareike Lankeit ist seit 1. November 2012 die neue Leiterin der Juniorgruppe “Klinische Studien im Bereich Thrombose und Hämostase“. In Göttingen war Frau Dr. Lankeit in den letzten Jahren in der Arbeitsgruppe „Pulmonale Zirkulation und Rechtsherzinsuffizienz“ von Prof. Dr. Stavros Konstantinides an der Georg-August Universität tätig und hat 2010 ihre Doktorarbeit „Neue Biomarker und Multimarkerstrategien für eine optimierte Risikostratifizierung von Patienten mit Lungenembolie“ mit der Note summa cum laude abschließen können. Die Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis 2010 der Georg-August-Universität Göttingen und dem Ludolph-Brauer-Preis 2011 der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet.

Der Fokus ihrer wissenschaftlichen Aufgaben als Juniorgruppenleiterin im Modul C „Klinische Studien“ des CTH besteht in der Fortführung und Weiterentwicklung ihrer Projekte zur Optimierung der Risikostratifizierung von Patienten mit akuter Lungenembolie.

1. Oktober 2012
Auszeichnung der Arbeit von Dr. Christoph Reinhardt mit dem Hermann Rein-Preis der Gesellschaft für Mikrozirkulation und Vaskuläre Biologie

Dr. Christoph Reinhardt, Biochemiker und Leiter einer Nachwuchsgruppe am BMBF-geförderten Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) Mainz wurde auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Mikrozirkulation und Vaskuläre Biologie (GfMvB) 2012 in Mannheim für seine im März in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Arbeit „Tissue Factor and PAR1 promote microbiota-induced intestinal vascular remodelling“ mit dem Hermann Rein-Preis ausgezeichnet. Die Arbeit von Dr. Reinhardt beschreibt wie die kommensale Darmflora über Gerinnungsfaktor-abhängige Signalwege zur Ausbildung von Kapillargefäßen in den Villusstrukturen des Dünndarms beiträgt. Der Hermann Rein-Preis gilt als einer der renommiertesten Preise der experimentellen und klinischen Forschung auf dem Gebiet der Mikrozirkulation und Gefäßbiologie in Deutschland. Hermann Rein war Verfasser des 1936 erschienenen Lehrbuches „Einführung in die Physiologie des Menschen“ und war ab 1956 Direktor des Max-Planck Instituts für Medizinische Forschung und Physiologie in Heidelberg.

Der Wissenschaftliche Direktor des CTH, Prof. Dr. Ulrich Walter, freut sich über den Preis: „Es ist besonders wichtig, jungen Forschern ein ideales Umfeld für ihre wissenschaftliche Entwicklung bieten zu können – die Forschungsergebnisse von Dr. Reinhardt zeigen eindrucksvoll, dass unser Förderkonzept im CTH funktioniert.“ Das CTH strebt als Modellzentrum für Integrierte Forschung und Behandlung vor allem die Förderung von Karriereprogrammen und Klinischen Studien an.

15. September 2012

Posterpreis für Dr. Sebastian Göbel


Herr Dr. med. Sebastian Göbel stellte auf der 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Gefäßmedizin e.V. im Rahmen einer Posterpräsentation Teilergebnisse der thrombEVAL-Studie zum Thema „Quality of oral anticoagulation and characteristics of patients treated with phenprocoumon in regular medical care“ vor und wurde hierfür mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet.

Die thrombEVAL-Studie ist eine Studie aus dem Bereich der Versorgungsforschung, die durch die Arbeitsgruppe Epidemiologie unter der Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild aufgebaut wurde. Die Studie wurde zur Evaluation der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit oraler Antikoagulation konzeptioniert. Das primäre Ziel dieses Projektes ist es, die medizinische Versorgung von Patienten mit oralen Antikoagulantien in verschiedenen Versorgungssystemen zu evaluieren und wissenschaftliche Daten bereitzustellen, die eine Identifizierung von Ansatzpunkten zur Optimierung der bestehenden Versorgung erlauben. Der Projektstart war im Januar 2011, so dass erste Zwischenergebnisse am 18.01.2012 im Rahmen einer großen Informationsveranstaltung präsentiert werden konnten. Nachfolgend wurden diese Ergebnisse auf mehreren wissenschaftlichen Kongressen präsentiert, so unter anderem auf der Jahrestagung der European Society of Cardiology, sowie der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Gefäßmedizin.

 

 

September 2012

Inneruniversitäre Forschungsförderung für das Projekt von Dr. Markus Bosmann

Forschungsprojekt: „Role of the Mitochondrial Anti-Viral Signaling Protein (MAVS) during Sepsis and Acute Lung Injury“

Dr. Bosmann ist Leiter der Juniorgruppe "Experimentelle Forschung" im CTH und konnte Forschungsmittel der inneruniversitären Forschungsförderung (Stufe I, 2012-2013) für sein Projekt einwerben. Bei dem geplanten Projekt soll die Funktion eines neuen Proteins (MAVS) untersucht werden. Bislang ist lediglich bekannt, dass MAVS bei der Immunantwort gegen virale Infektionen von Bedeutung ist. Mit dem geplanten Projekt sollen erste Erkenntnisse gewonnen werden, ob MAVS bei experimenteller Sepsis und Acute Lung Injury einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf ausübt. Es sollen verschiedene Parameter der akuten Entzündungsantwort und der Blutgerinnung mittels in vivo Modellen (genetische MAVS Defizienz) untersucht werden. Die bewilligten Fördermittel dienen der Anschubfinanzierung mit dem Ziel der Einwerbung weiterer Drittmittel.

August 2012

Philipp Wild leitet den Bereich „Klinische Epidemiologie“ am Centrum für Thrombose und Hämostase

Univ.-Prof. Dr. Philipp Wild, Leiter des Moduls "Klinische Epidemiologie" des Centrums für Thrombose und Hämostase, wurde durch Univ.-Prof. Karl Lackner, stellvertretender Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, die offizielle Urkunde seiner Professur überreicht.

Neben den bereits etablierten Projekten, wie dem Versorgungsforschungsprogramm „thrombEVAL“ oder auch der Gutenberg-Gesundheitsstudie, steht im Rahmen seiner Professur die Etablierung weiterer Kohortenstudien, Versorgungsforschungsprojekte sowie der Ausbau der zentralen Biobank des CTH im Fokus.

10. Mai 2012

Neue Wege in der Behandlung von Patienten mit Gerinnungshemmern

Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz untersucht seit Januar 2011 im Rahmen des vom Gesundheitsministerium geförderten Landesleitprojektes der Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz „thrombEVAL“ die medizinische Versorgung von Patienten, die regelmäßig Gerinnungshemmer – also blutverdünnende Medikamente wie Marcumar – einnehmen. Ziel des Studienprogrammes ist es, neue Wege aufzuzeigen, um deren Versorgung zu optimieren. Im Rahmen eines Besuches durch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer wurden jetzt erste Zwischenergebnisse vorgestellt: Demnach steigt die Qualität der Behandlung deutlich, wenn Patienten in einem telemedizinisch unterstützten Gerinnungsdienst betreut werden.

20. April 2012

Sportlich lebt's sich leicher

Nach der erfolgreichen Durchführung der vergangenen zwei Jahre bot die Stiftung Mainzer Herz in Kooperation mit dem 1. FSV Mainz 05, der 2. Med. Klinik und dem CTH das 3. Universitäre Torwandschießen mit einem Gesundheitstag für Kinder und Jugendliche an. Erstmals fand die Veranstaltung auf dem Theatervorplatz der Mainzer Innenstadt statt.

Als Highlight der Veranstaltung wurde das erweiterte Herz-Kreislauf-Spiel vorgestellt.

Die Besucher konnten sich außerdem auf einer Original-Torwand des ZDF messen. Zu gewinnen gab es tolle Preise vom ZDF und von Mainz 05. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Stadionsprecher des 1. FSV Mainz 05, Klaus Hafner.

19. April 2012

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wirbt Alexander von Humboldt-Professur ein

Höchstdotierter internationaler Preis für Forschung in Deutschland geht an Blutgerinnungsforscher Prof. Dr. Wolfram Ruf (USA)

Der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, eine mit fünf Millionen Euro dotierte Alexander von Humboldt-Professur einzuwerben. Der Antrag, den in den USA forschenden Blutgerinnungsforscher (Hämostaseologen) Prof. Dr. Wolfram Ruf an das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) zu berufen, erhielt den Zuschlag. Dies haben die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute bekannt gegeben.

März 2012

Das Gendiagnostikgesetz: statt Aufregung und Panik lieber eine sinnvolle Strategie

Der Wissenschaftliche Direktor des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz, Professor Ulrich Walter, schaltet sich in seiner Funktion als Vizepräsident der Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (GTH) zusammen mit weiteren Mitgliedern der GTH in die Diskussion zur Umsetzung des Gendiagnostikgesetzes ein.

Weiterführende Informationen sowie einen ausführlichen Pressetext finden Sie unter: 

http://www.gth-online.org/home/standing-committees/Gen_DG_Info.php

 

15.03.2012

Stavros Konstantinides leitet den Bereich Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)


Univ.-Prof. Dr. Stavros Konstantinides hat zum 1. März 2012 seine Professur im Bereich Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase der Universitätsmedizin Mainz angetreten. Der 48jährige Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie war zuvor Direktor der Abteilung für Kardiologie in Demokritus, einer der fünf Universitätskliniken in Griechenland. Er ist ausgewiesener Experte im Bereich großer klinische Studien und wird daher das CTH strategisch sehr gut ergänzen.

13.03.2012

Wie Gerinnungsfaktoren und Darmbakterien die Bildung von Blutgefäßen fördern

Unerwartete Funktionen des Gerinnungssystems bei diesem neu entdeckten Mechanismus

Wissenschaftler des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz sind an der Entdeckung eines neuartigen Mechanismus beteiligt, der zur Bildung von Blutgefäßen im Darm beiträgt. Dieser Mechanismus könnte sowohl bei der Absorption von Nährstoffen, als auch bei verschiedenen Darmerkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Das internationale Forscherteam mit dem Erstautor Dr. Christoph Reinhardt (CTH) unter der Leitung von Prof. Fredrik Bäckhed von der Universität Göteborg hat die Forschungsergebnisse jetzt im international bedeutenden Magazin Nature veröffentlicht. Sie könnten in Zukunft zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und auch Fettleibigkeit beitragen.

24.01.2012

Neuer Professor für den Bereich Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)

Herr Prof. Dr. Stavros Konstantinides wird der neue Professor für den Bereich Klinische Studien am CTH. Zuletzt war er Direktor der Abteilung für Kardiologie in Demokritus, einer der fünf Universitätskliniken in Griechenland.

Zum 1. März 2012 wird er seine Professur im Bereich Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase aufnehmen.

Seine klinischen Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie der Lung-
enembolie, die Echokardiographie und die interventionelle Kardiologie. In Bezug auf den Bereich „Clinical Trials“ im Centrum für Thrombose und Hä-
mostase verfügt Professor Konstantinides herausragende Kooperationen und hat bereits viele große internationale Studien (Multicenterstudien) zum Thema „Therapie der Lungenembolie“ organisiert bzw. geleitet. Er wird da-
her das CTH strategisch optimal ergänzen und in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass CTH zu einem national wie international führenden Forschungs- und Behandlungszentrum auszubauen.

01.01.2012

Das Centrum für Thrombose und Hämostase begrüßt seinen neuen Wissenschaftlichen Direktor

Im Rahmen einer offiziellen Übergabe wurde Herrn Professor Ulrich Walter von Univ.-Prof. Georg Krausch, Präsident der Johannes-Gutenberg Universität Mainz Ende Dezember die Ernennungsurkunde für seine Professur überreicht.

Prof. Walter war bislang als Direktor des Instituts für Klinische Biochemie und Patho­biochemie-Zentrallabor (IKBZ) am Universitätsklinikum Würzburg tätig und tritt zum 1. Januar 2012 seinen Dienst als Wissenschaftlicher Direktor des Centrums für Thrombose und Hämostase an.