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Kollegiaten des Forschungskollegs

Mit Dr. Michael Kloth, Dr. Lea Sophie Penzkofer und Dr. Fabian Stöhr starteten im Januar 2020 die ersten drei Clinician Scientists im Else Kröner-Forschungskolleg. In einer zweiten und dritten Ausschreibungsrunde wurden drei weitere Kollegiaten ausgewählt: Dr. Maurice Michel und Kateryna Shmanko aus der I. Medizinischen Klinik sowie Dr. Tiemo Gerber aus dem Institut für Pathologie beginnen zum 1. Januar 2021 mit ihrem Fellowship.

Ivonne Dietzel (EKFK-Koordinatorin), die Sprecher Univ.-Prof. Dr. Beate Straub und Jun. Prof. Dr. Jens Marquardt; die Kollegiaten Dr. Fabian Stöhr und Lea Penzkofer sowie Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke (Akademische Direktorin TransMed) freuen sich über den Start des EKFK  (v.l.n.r.). (Foto: Markus Schmidt, Universitätsmedizin, 08/2019)


Die Forschungsarbeit von Dr. Michael Kloth (Institut für Pathologie) beschäftigt sich mit der Charakterisierung von kolorektalen Lebermetastasen und deren häufig auftretenden Therapieresistenz. Die resultierende Stratifizierung der untersuchten Lebermetastasen soll schließlich der Weiterentwicklung eines individualisierten Therapieregimes bei dieser Krebsart dienen.


Dr. Fabian Stöhr
(Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie) analysiert bereits vielfach vorhandene CT- und MRI-Bilddaten von Leberzellkarzinomen mittels der neuartigen Radiomics-Methode. Er möchte somit eine Risikobewertung für Leberkrebspatienten entwickeln und deren Behandlungserfolg bewerten.


Das Hauptziel der Forschungsarbeit von Dr. Lea Penzkofer (Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie) ist es, an resezierten Leberzellkarzinomen ein Panel von Mutationen zu identifizieren, das die mikrovaskuläre Invasion des Tumors bedingt und somit auch in einer Biopsie bereits nachweisbar wäre. Die mikrovaskuläre Invasion ist ein etablierter Risikofaktor für das Wiederauftreten des Karzinoms und kann bislang nur an kompletten Resektaten beurteilt werden.


Die Forschung von Dr. Maurice Michel (I. Medizinische Klinik) konzentriert sich auf die Evaluation Tumormetabolismus-assoziierter Signalwege als neue Biomarker in der Diagnostik und Therapie hepatobiliärer Tumore, insbesondere des Gallengangskarzinoms (Cholangiozelluläres Karzinom). Ziel ist es, den Einfluss von Stoffwechselwegen auf die Immunantwort von Immuncheckpoint-Inhibitoren zu untersuchen und die Entstehung von Resistenzmechanismen gegenüber systemischer Therapie zu analysieren.


In der Forschungsarbeit von Kateryna Shmanko (I. Medizinische Klinik und Poliklinik) wird der Frage nachgegangen, welche Mechanismen hinter dem schlechten Überleben der Patienten mit einem Leberzellkrebs (hepatozelluläres Karzinom, HCC) und maligner Pfortaderinfiltration (PVTT) stehen. Vom besonderen Interesse ist die Korrelation zwischen dem Grad der Pfortadertumorinfiltration, der Therapie und dem Überleben bei Patienten mit einem HCC. Es soll retrospektiv untersucht werden, von welcher Therapie die Patienten in Abhängigkeit vom Ausmaß der Infiltration profitiert haben. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zum besseren Verständnis der Ursachen der schlechteren Prognose der Patienten mit HCC und PVTT sowie zu individualisierten Therapieentscheidungen unter Berücksichtigung des Ausmaßes der Pfortadertumorinfiltration beitragen.

 

Sprecher:

Univ.-Prof. Dr. med. Peter R. Galle
I. Medizinische Klinik und Poliklinik


Koordinatorin:

Ivonne Dietzel
Mainz Research School of Translational Biomedicine (TransMed)

Das Kolleg wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördert.