Visual Universitätsmedizin Mainz

Abgeschlossene Forschungsprojekte

1. Verbesserung der Wirksamkeit von psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie bei Angststörungen durch die Integration von Elementen der emotionsfokussierten Therapie: eine offene Studie

Forschungsgegenstand

In einer offenen proof of concept Studie mit einem Zentrum und einem Behandlungsarm werden N=20 Patienten mit Angststörungen (Soziale Phobien, Generalisierte Angststörungen, Panikstörungen/ Agoraphobie mit einer Psychodynamischen Kurzzeittherapie, die Elemente der emotionsfokussierten Therapie  integriert (EFPP), behandelt. Ziel ist die Untersuchung der Wirksamkeit, Sicherheit, Umsetzbarkeit und der Akzeptanz eines Behandlungsverfahrens, das zwei klinisch relevante und wirksame Verfahren zusammenführt.

Laufzeit: 2017-2019

Förderung: keine externe Förderung

2. The Social Phobia Research Network (Sopho Net)

Projektleiter

Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel

Forschungsgegenstand

Das Ziel des Projektes war es die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

1. Wie sind die Effekte a) spezifischer und b) unspezifischer Komponenten der Behandlung auf das Behandlungsergebnis? (definiert als Adherenz zum Manual in der SET Bedingung)

2. Wie ist der Einfluss der Kompetenz des Therapeuten?

3. Wie ist der Einfluss der Allegiance des Therapeuten zum Manual?

4. Wie ist die Beziehung zwischen Behandlungstechniken, Kompetenz und therapeutischer Beziehung?

5. Hängen diese Effekte vom Zeitpunkt innerhalb der Behandlung (früh, Mitte, Ende) ab?

Zur Kontrolle möglicher Effekte des Zentrums und der Behandlung wurde eine stratifizierte, randomisierte Stichprobe von N=70 zum Rating der PACS-SE (SET) bestimmt. Je Zentrum (Do, Mz, Gö, J, DD) werden 14 Bänder geratet: jeweils 7 von Respondern und 7 von Non-Respondern. Pro Patient werden 5 Sitzungen geratet: ausgewählte Sitzungen aus a) der frühen (1. bis 3. Sitzung), mittleren (10. bis 12. Sitzung) und späten (20. bis 22. Sitzung) Behandlungsphase und b) vorbestimmte Sitzungen sind durch die in A1 festgelegten Messungen (HAQ, LSAS): 8. und 15. Woche der Behandlung. Insgesamt erfolgten je 2 x 350 Ratings der PACS-SE.

Laufzeit: 2010-2013

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

3. Transfer of manualized Short Term Psychodynamic Psychotherapy (STPP) for social anxiety disorder into clinical practice

Forschungsgegenstand

Diese Studie stellt eine Erweiterung der größeren multizentrischen Studie dar, die die kognitiv behaviorale Therapie (CBT) und die manualsierte psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie (STPP) der sozialen Phobie evaluiert hat (Leichsenring et al. 2009) und prüft den Effekt eines zusätzlichen Trainings in manualsierter psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie (STPP) der sozialen Phobie in der Routinebehandlung niedergelassener Psychotherapeuten. Die manualisierte Behandlung wurde konzipiert für einen zeitbegrenzten Ansatz von 25 Behandlungsstunden. Niedergelassenen Psychotherapeuten wurden entweder geschult (mSTPP) oder behandelten ohne spezifisch geschult worden zu sein (tauSTPP). Insgesamt wurden 109 Patienten eingeschlossen (105 Patienten begannen mit der Behandlung, 75 Patienten beendeten mindestens 20 Behandlungsstunden). Messungen der Outcomes wurden vor der Behandlung, nach 8 und 15 Wochen, nach 25 Behandlungsstunden, sowie nach 6 und 12 Monaten vorgenommen. Als primäres Outcome wurde Remission, definiert nach der Liebowitz-Soziale-Angst-Skala (LSAS) festgelegt (Summenscore ≤30). Sekundäre Outcomes waren Response (mindestens 31% Reduktion in der LSAS), Behandlungsdauer, Anzahl der Sitzungen, Änderungen der sozialen Angst, (LSAS, SPAI), Depression (BDI), clinical global impression (CGI) und Lebensqualität (EQ-5D).

Die Remissionsraten der beiden Behandlungsarme waren vergleichbar: mSTPP (9%) vs. tauSTPP (16%), ebenso wie die Responseraten 33% resp. 28%, die Behandlungsdauer und die Anzahl der Sitzungen.

Die meisten Veränderungen innerhalb beider Behandlungsbedingungen (baseline bis 25 Sitzungen und baseline bis 12 Monats-Follow-up) waren moderat bis groß. Die Vorteile der manualisierten Behandlung beschränkten sich auf einzelne Outcomes. Es wurde gefolgert, dass Patienten mit hoher Komorbidität von Persönlichkeitsstörungen und einer langen Behandlungsvorgeschichte – wie in dieser Studie – wahrscheinlich längere Behandlungen benötigen.

Laufzeit: 2010-2015

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Publikationen:

  • Wiltink, J., Ruckes, C., Haselbacher, A., Canterino, M., Leichsenring, F., Joraschky, P., ... & Beutel, M. E. (2011). Transfer of manualized Short Term Psychodynamic Psychotherapy (STPP) for social phobia into clinical practice: study protocol for a cluster-randomised controlled trial. Trials, 12(1), 142.
  • Wiltink, J., Ruckes, C., Hoyer, J., Leichsenring, F., Joraschky, P., Leweke, F., ... & Beutel, M. E. (2017). Transfer of manualized Short Term Psychodynamic Psychotherapy (STPP) for social anxiety disorder into clinical practice: results from a cluster-randomised controlled trial. BMC psychiatry, 17(1), 92.

4. A Stepwise Psychotherapy Intervention for Reducing Risk in Coronary Artery Disease - a Randomised Controlled Trial (SPIRR-CAD, sub-project) - Supervision and quality control of psychotherapy

Projektleiter

Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel
Dr. Jörg Wiltink

Forschungsgegenstand

Durch Prof. Beutel und Dr. Wiltink erfolgt die Qualitätssicherung der psychotherapeutischen Einzel- und Gruppeninterventionen von SPIRR-CAD. Zur Überprüfung der Umsetzung des Therapiekonzepts werden alle Behandlungsgespräche aufgezeichnet und an die Mainzer Arbeitsgruppe der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gesendet. Zur Einschätzung der Manualtreue wurden eigens Items mit einer Manualisierung für unabhängige Rater entwickelt, die die wesentlichen Interventionen der Einzel- und Gruppentherapie enthalten. In der ersten Phase der SPIRR-CAD Intervention erhielten die beteiligten Einzeltherapeuten eine ausführliche Rückmeldung zu einer frühen Behandlungssitzung. Im Verlauf erfolgt das Rating zufällig ausgewählter Einzel- und Gruppensitzungen und ggf. - sofern ein definierter Qualitätsstandard unterschritten wird - eine Information an den Supervisor.

Laufzeit: 2009-2013

5. Inpatient and day hospital treatment for depression (INDDEP)

Forschungsgegenstand

Insgesamt 604 konsekutive Patienten mit der Diagnose einer depressiven Erkrankung wurden tagesklinisch bzw. stationär psychosomatisch-psychotherapeutisch behandelt. Die Wirksamkeit war in beiden Settings gut; es gab eine Reihe von Indikatoren für eine schwerere Depression bei den stationären verglichen mit den tagesklinischen Patienten.

Laufzeit: 2010-2014

Publikationen:

  • Zeeck, A., von Wietersheim, J., Weiß, H., Scheidt, C. E., Völker, A., Helesic, A., Eckhardt-Henn, A. Beutel, M. ... & Rochlitz, P. (2015). Symptom course in inpatient and day clinic treatment of depression: Results from the INDDEP-Study. Journal of affective disorders, 187, 35-44.
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