Chronische Schmerzen Behandlung: Behandelte Schmerzformen und Aufnahmekriterien
Der Schmerzschwerpunkt Mainz richtet sich an Patient:innen mit komplexen Schmerzverläufen, bei denen eine spezialisierte, psychosomatisch fundierte Einordnung und Behandlung sinnvoll erscheint.
Dies umfasst Schmerzen in verschiedensten Körperregionen, wie etwa chronische Rücken- und Nackenschmerzen, Kopf- und Gesichtsschmerzen (einschließlich CMD) sowie Ganzkörperschmerzen. Darüber hinaus bieten wir Behandlungen bei spezifischen Krankheitsbildern wie das Fibromyalgiesyndrom, das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS), chronische Unterleibsschmerzen (z. B. bei Endometriose oder Reizdarmsyndrom) sowie bei komplexen Schmerzsyndromen bei Leistungs- und Hochleistungssportler:innen.
Besonders geeignet ist unser Angebot bei:
- lang anhaltenden, komplexen Schmerzverläufen,
- einer unklaren, widersprüchlichen oder nicht schlüssigen Befundlage,
- hoher psychosozialer Belastung, auch im Zusammenhang mit belastenden Lebensereignissen oder Traumaexposition,
- dem Wunsch nach strukturierter diagnostischer Einordnung und einer nachvollziehbaren Behandlungsplanung.
Vorab zu klären sind hingegen Situationen mit:
- akuten Operations- oder Notfallindikationen,
- akuten psychiatrischen Krisen, die zunächst eine andere Form der Behandlung erfordern,
- nicht abgeschlossener somatischer Basisdiagnostik,
- bereits konkret geplanten Rehabilitationsmaßnahmen,
- stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen (z. B. Alkohol), bei denen zunächst eine suchtmedizinische Abklärung oder Stabilisierung notwendig sein kann.
Diese Punkte stellen keinen grundsätzlichen Ausschluss dar. Sie sollten jedoch frühzeitig gemeinsam besprochen werden, um zu klären, ob und zu welchem Zeitpunkt eine Behandlung im Schmerzschwerpunkt sinnvoll ist oder ob zunächst andere Schritte angezeigt sind.
Autor: Univ.-Prof. Dr. Jonas Tesarz
Zuletzt aktualisiert: 01. Februar 2026