Neuerscheinung: "Wenn alles Trauma ist - was bedeutet Trauma dann noch?"

Was meinen wir eigentlich, wenn wir heute von Trauma sprechen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines aktuellen Buchprojekts aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und bildet zugleich einen derzeitigen Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit.

Der Begriff Trauma prägt heute gesellschaftliche Debatten wie kaum ein anderer. Er begegnet uns in den Medien, in der Psychotherapie, in politischen Diskussionen und im Alltag. Doch je häufiger er verwendet wird, desto drängender wird eine grundlegende Frage:

Was macht Trauma im Kern eigentlich aus?

Mit dem Buch Wenn alles Trauma ist – Der Traumabegriff: was Trauma im Kern ausmacht und warum er seinen Sinn verliert greifen die Autoren diese Frage auf und entwickeln eine neue Perspektive auf den Traumabegriff. Ausgehend von klinischer Erfahrung sowie biologischen, phänomenologischen und kulturwissenschaftlichen Ansätzen zeigen sie, warum Trauma mehr ist als ein belastendes Ereignis oder eine Diagnose und weshalb begriffliche Präzision nicht weniger, sondern mehr Anerkennung für schweres Leid ermöglicht.

Das Buch versteht die gegenwärtige Ausweitung des Traumabegriffs nicht als bloße sprachliche Entwicklung, sondern als Spiegel unserer Zeit. Es lädt dazu ein, neu darüber nachzudenken, wie wir Verletzlichkeit, psychisches Leiden und die Grenzen des Traumabegriffs verstehen und eröffnet damit eine Diskussion, die weit über die Fachwelt hinausreicht.

 

Das Buch wird voraussichtlich ab dem 02. Oktober 2026 im Buchhandel erhältlich sein.