Neu erschienen: Buchpublikationen aus unserer Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Persönlichkeitsstörung- Erkennen, Verstehen und Behandeln
Fast 10 % aller Menschen leiden an einer Persönlichkeitsstörung. Sie haben demzufolge Probleme mit der Identität, der Selbststeuerung von Gefühlen, mit Gedanken und Handlungen, mit Nähe oder mit Empathie. Selbstzweifel oder ein Gefühl innerer Leere, instabile Beziehungen, Streitigkeiten oder Einsamkeit stellen häufige Belastungen dar. Dies kann zu Depressionen oder Angststörungen führen, welche dann behandelt werden, wobei die zugrunde liegende Störung der Persönlichkeit allerdings oft nicht adressiert wird. Dieser Ratgeber möchte Betroffenen dabei helfen, die eigenen Schwierigkeiten, aber auch Stärken zu erkennen und zu verstehen, sowie Wege der Behandlung aufzeigen. Hierzu wird in jeweils eigenen Kapiteln auf die einzelnen Persönlichkeitsfunktionen eingegangen, die bei einer Persönlichkeitsstörung beeinträchtigt sind. Praktische Übungen und anschauliche Fallbeispiele sollen zudem zu einem besseren Verständnis der Erkrankung beitragen. Ärzte und Psychotherapeuten können dieses Buch darüber hinaus gemeinsam mit ihren Patienten zur Psychoedukation nutzen.
Aussichtslos?- Eine kleine Psychologie der Hilflosigkeit
Mit der Geburt beginnt unser Leben in Hilflosigkeit. Erst durch Zuwendung entwickeln wir die Fähigkeit, uns selbst sowie andere zu verstehen und mit ihnen in Beziehung zu treten. Trotz Gemeinschaft und Zuneigung gehören Krankheit, Tod, Konflikte und Einsamkeit untrennbar zum Leben dazu. Ebenso fallen wir immer wieder in einen Zustand der Hilflosigkeit zurück und sehnen uns nach Unterstützung. Hilflosigkeit infolge psychischer oder körperlicher Erkrankung stellt dabei eine besondere Herausforderung dar - für die Betroffenen ebenso wie für ihr Umfeld: für FreundInnen, Familie und Menschen in helfenden Berufen. In "Aussichtslos? Eine kleine Psychologie der Hilflosigkeit" skizziert der Arzt und Psychotherapeut Kamiar K. Rückert anhand von PatientInnengeschichten und psychotherapeutischem Wissen zentrale Überlegungen zu diesem oft schwer erträglichen menschlichen Zustand. Der Autor beschreibt objektive und subjektive Gründe für Hilflosigkeit und lädt dazu ein, diese bewusst zu reflektieren. Dabei geht er unter anderem den Fragen nach, welche Formen von Hilflosigkeit es gibt, wie sie entsteht und was vorliegt, wenn sie trotz Bemühung und Unterstützung nicht verschwindet. Ebenso wird thematisiert, ob professionelle Hilfe immer notwendig ist und wo die eigene Verantwortung hilfloser Menschen liegt. Das Buch richtet sich nicht nur an PsychotherapeutInnen, sondern an alle Menschen, denen Helfen wichtig ist. Es bietet Orientierung für Betroffene und Unterstützende und plädiert für Beziehung - ohne Aufopferungskult oder Perfektionsanspruch. Für Beziehungen, in denen Unterstützung eingefordert und angenommen werden darf, zugleich aber auch Verantwortung für das eigene Handeln benannt wird.
(ISBN 978-3-17-047592-2)